Sechs Iraker zurück nach Österreich

von Redaktion

Bundespolizei fasst zwei Schleuser

Kiefersfelden – Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei haben am vergangenen Freitag offenbar zur Aufklärung einer Schleuseraktion geführt. Zwei Iraker werden beschuldigt, die illegale Einreise von sechs Landsleuten mit einem Fernreisebus organisiert zu haben. Bundespolizisten hielten bei Grenzkontrollen auf der A93 nahe Kiefersfelden einen Reisebus mit italienischen Kennzeichen auf. Zwei Fahrgäste, die ursprünglich aus dem Irak stammen, wiesen sich mit deutschen Flüchtlingspässen aus. Beide Männer konnten jeweils eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland aushändigen. Sechs ihrer Landsleute im Bus waren hingegen ohne die Papiere unterwegs, die für den geplanten Aufenthalt in der Bundesrepublik erforderlich gewesen wären. Wie sich herausstellte, hatten die irakischen Staatsangehörigen in Griechenland bereits Asyl beantragt. Laut Polizei stehen die Migranten in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zu den mutmaßlichen Schleusern, die in Nordrhein-Westfalen gemeldet sind. Die zwei Männer im Alter von 23 und 26 Jahren räumten ein, die Busfahrt organisiert und ihre Verwandten in Griechenland abgeholt zu haben. Letztlich konnten beide ihre Reise fortsetzen. Sie müssen sich aber wegen Einschleusens von Ausländern verantworten. Die sechs Geschleusten im Alter zwischen 14 und 22 Jahren wurden wegen unerlaubten Einreisens angezeigt und nach Österreich zurückgewiesen.

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