Überfall mit Schusswaffengebrauch in einem Geldinstitut in Holzkirchen: Das war der Ausgangspunkt für eine Großübung von Polizei und Rettungsdienst an der Staatsstraße 2359 in Rohrdorf. Laut Szenario hatte der Täter mit seiner Waffe einen größeren Geldbetrag erbeutet. Er flüchtete auf die Autobahn Richtung Salzburg und schoss mehrmals aus dem Pkw. Die Verfolgungsfahrt führte weiter über die Staatsstraße in Richtung Neubeuern. Dort war inzwischen mit vereinten Kräften das Zusammentreffen mit dem Täter geplant, der an einem Baum zum Stehen kam (Bild links). Auf der Staatsstraße, die für die Übung am Samstagvormittag über mehrere Stunden gesperrt war, hatte der Täter inzwischen mehrere Personen angeschossen, die teils schwer verletzt auf der Straße lagen (Bild rechts). Nachdem es mithilfe von Spezialkräften gelungen war, den Mann zu stoppen, wurden die Verletzten in Kliniken gebracht. Neben 250 Helfern begleiteten Übungsbeobachter das Geschehen. Bei der Besprechung im „Turner-Hölzl“ zogen die Organisatoren von Landratsamt Rosenheim und Polizeipräsidium Oberbayern eine positive Bilanz – verbunden mit dem Hinweis: „Eine Übung macht man auch, um aus etwaigen Fehlern zu lernen.“ Fotos Reisner