Notfallseelsorge bis 2025 gesichert

von Redaktion

Dekanatssynode beschließt Finanzierung – Abschied von Dekanin Hanna Wirth

Rosenheim/Bad Aibling – Die Dekanatssynode des evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirks Rosenheim stand ganz im Zeichen des Abschieds von Dekanin Hanna Wirth. Bevor sie am 20. Oktober offiziell in den Ruhestand geht, machte sie sich noch einmal für den Erhalt der ökumenischen Notfallseelsorge stark. Mit Erfolg: Mit großer Mehrheit beschlossen die Teilnehmer der Synode die Finanzierung eines Mitarbeiters bis Ende 2025, der sich um die Koordination und Betreuung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte kümmert.

Erste Hilfe

an der Seele

„Ich bin sehr glücklich, dass die Synodalen dem Antrag mit großer Mehrheit gefolgt sind und wir somit sicherstellen können, dass die Notfallseelsorge auch zukünftig ihre wichtige Arbeit in Stadt und Landkreis Rosenheim leisten kann“, sagte Dekanin Wirth.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Notfallseelsorge stehen Menschen bei, die einen plötzlichen und unerwarteten Verlust eines Angehörigen ertragen müssen. In einer solchen Situation von ausgebildeten Seelsorgenden begleitet zu werden ist Erste Hilfe an der Seele und eine wichtige Aufgabe von Kirche.

In einer intensiven und auch kontroversen Diskussion wurde gleichzeitig der Auftrag formuliert, auch weiterhin auf eine finanzielle Beteiligung durch Bezirk, Landkreis und Kommunen oder anderen Geldgebern hinzuwirken. Denn die Gelder, die jetzt für die Notfallseelsorge eingeplant werden müssen, fehlen den Kirchengemeinden für andere Projekte. „Diese Aufgabe müssen wir konsequent angehen. Schließlich kommt diese besondere Seelsorgeaufgabe an 365 Tagen rund um die Uhr allen Menschen und nicht nur den Kirchenmitgliedern zugute“, sagte Wirth.

Auftakt zur Synode war eine von Diakonievorstand Dr. Andreas Dexheimer gehaltene Andacht. Anschließend lobten sowohl der katholische Pfarrer Georg Neumaier als auch der Zweite Bürgermeister der Stadt Bad Aibling, Erwin Kühnel, die sehr gute Zusammenarbeit mit Diakonie und evangelischer Kirche auf politischer Ebene und in der Ökumene. Bürgermeister Kühnel ermutigte das Dekanat, bei Aufgaben, die wie die Notfallseelsorge in das Gemeinwohl wirken, auf die Kommunen zuzugehen und um eine finanzielle Unterstützung zu bitten. Zugleich räumte er ein, dass dazu auf Grund der Kameralistik ein jährlich immer wiederkehrender Antrag notwendig sei. Im Mittelpunkt der Synode in den Räumen der Diakonie Rosenheim in Bad Aibling-Mietraching stand der bevorstehende Abschied von Dekanin Wirth, die nach über zehn Jahren zum letzten Mal im Präsidium der Synode Platz genommen hatte. Sie wird am 20. Oktober offiziell in den Ruhestand verabschiedet und gab deshalb der Synode einen sehr persönlichen Bericht über ihre Amtszeit im Dekanatsbezirk Rosenheim. Wirth machte deutlich, dass in den vergangenen zehn Jahren Dekanat, Kirchengemeinden, Diakonie und Evangelisches Bildungswerk eine Vielzahl von sozialen und gesellschaftspolitischen Themen bearbeitet und dabei die wirtschaftliche Stabilität nicht aus den Augen verloren hätten.

Nachfolgerin Dagmar Häfner-Becker

Synodenpräsident Martin Busch machte deutlich, dass für die Synode eine neue Zeit anbreche und dankte Dekanin Wirth für ihr Wirken. Am 28. März wird dann die neue Amtsinhaberin Pfarrerin Dagmar Häfner-Becker, die erst vor wenigen Tagen gewählt worden ist, die nächste Synode eröffnen.

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