Nach Vergewaltigung: Polizei wertet Hinweise aus

von Redaktion

Ermittlungsgruppe „Park“ sichtet Videoaufzeichnungen und geht Spuren nach

Rosenheim – Knapp vier Wochen nach der schrecklichen Vergewaltigung einer jungen Frau im Riedergarten in Rosenheim wird weiter auf Hochtouren ermittelt. Allerdings: Nach wie vor gibt es keine heiße Spur, wie die Polizei auf Nachfrage erklärte. Die Tat hatte die Herbstfestzeit in Rosenheim überschattet.

In der Nacht auf den 8. September war eine 21-Jährige aus dem Landkreis in dem dunklen Park zwischen Rathaus- und Königstraße Opfer einer Vergewaltigung geworden. Der Täter, ein südländischer Typ, 25 bis 30 Jahre alt, unter 1,70 Meter groß, mit dunklen, glatten Haaren, ist weiter flüchtig. Besonderes Merkmal, neben dem beißenden Urin- und Nikotingeruch, an den sich das Opfer erinnert: eine auffällige knallrote, hüftlange Jacke mit weißem Balken auf dem Rücken.

Ermittlungsgruppe „Park“

Die achtköpfige Ermittlungsgruppe „Park“, von der Kripo Rosenheim eigens zur Aufklärung des Verbrechens eingerichtet, ist nach wie vor intensiv mit der Straftat befasst und arbeitet weiter die eingegangenen Hinweise ab, wie Polizeisprecher Martin Emig auf Nachfrage erklärte.

Neben den sichergestellten Spuren waren an die 40 Hinweise aus der Bevölkerung bei der Polizei eingegangen. Nach wie vor sind die Beamten zudem mit der Auswertung der Videoaufzeichnungen befasst – „eine unbeschreibliche Datenmenge“, gibt Polizeisprecher Emig einen Einblick in die Ermittlungsarbeit. Von Kameras aus dem Innenstadtgebiet, von Privathäusern und rund um den Bahnhof war Videomaterial mit einem Volumen von rund 50 Gigabyte gesichert worden.

Akribisch gehen die Beamten jedem noch so kleinen Hinweis nach – zu einer Erfolgsmeldung reiche es bislang allerdings nicht, bedauert Polizeisprecher Emig. So auch offenbar nicht bei einer scheinbar heißen Spur, die vom Tatort zum Herbstfestgelände geführt haben soll. Ein Spürhund soll bei den ersten Spurensicherungen angeschlagen und die Fahnder zur Festwiese an der Kaiserstraße geführt haben.

Des Weiteren hatte die Polizei in einer groß angelegten Aktion sämtliche der rund 200 Herbstfestmitarbeiter befragt und deren Daten aufgenommen. Auch diesbezüglich läuft die Auswertung noch. Rosi Gantner

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