Hammerattacke auf dem Flohmarkt

von Redaktion

Streit um Kaffeemaschine eskaliert

Rosenheim – Eine ausrangierte Kaffeemaschine, ein Zimmermannshammer und eine Festnahme: Was ein gemütlicher Flohmarktbummel in Rosenheim werden sollte, eskalierte zur Randale nebst brutalem Angriff auf einen Verkäufer. Und alles nur wegen eines defekten Küchengeräts.

Eine Frau aus Bad Aibling (38) hatte von einem Händler (21) am Sonntag eine Kaffeemaschine erstanden. „Die funktioniert einwandfrei“, soll ihr der Verkäufer aus Schechen laut Polizei noch versichert haben. Zu Hause schaltete die Käuferin ihr neues Gerät ein und wurde schwer enttäuscht. Die Kaffeemaschine funktionierte nicht. Nach Angaben der Polizei nahm sie sich daraufhin das erstandene Gerät und brachte es wieder zum Verkäufer zurück. Doch statt der erhofften Rücknahme kam es zum Streit. Der Auseinandersetzung konnte eine zufällig anwesende Streife der Rosenheimer Polizei aber zunächst die Schärfe nehmen.

Doch später mussten die Polizisten erneut zu dem Stand hin, denn dort hatte es eine dramatische Entwicklung gegeben, wie Zeugen berichteten: Demnach wollte der Ehemann der Käuferin, dass der 21-jährige Verkäufer die Kaffeemaschine zurücknimmt, was dieser erneut verweigerte.

Daraufhin, so der Polizeibericht, ging der Ehemann (44) der genarrten Käuferin mit Fäusten auf den Verkäufer los, um „der Rücknahme Nachdruck zu verleihen“. Die Situation eskalierte noch weiter. Der 44-Jährige soll einen Zimmermannshammer aus seinem Auto geholt haben, um damit auf den Fieranten einzuschlagen. Laut Polizei sei es dem beherzten Eingreifen von Passanten zu verdanken, dass der Angegriffene nur leicht verletzt wurde.

Die Passanten hatten den Angreifer nach der Tat auch verfolgt. Dieser sei zu seinem Auto gelaufen und mit quietschenden Reifen davongefahren. Dabei soll er auch noch auf einen Zeugen zugefahren sein, der sich nur mit einem Sprung zur Seite retten konnte.

Nach einer kurzen Fahndung stoppte die Polizei den mutmaßlichen Angreifer in Kolbermoor und nahm ihn fest. Nun ermitteln die Beamten gegen den Mann wegen gefährlicher Körperverletzung und einer Straßenverkehrsgefährdung, die ihn zusätzlich noch den Führerschein kosten könnte. Über den Verbleib der Kaffeemaschine ist nichts bekannt.

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