Traunstein/Bad Aibling – Der Zeuge, der gestern nach seiner Aussage vor dem Landgericht Traunstein festgenommen worden war (wir berichteten), ist wieder auf freiem Fuß. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.
Der 51-jährige Bad Aiblinger war am Donnerstag im Berufungsprozess um den Unfalltod von Melanie Rüth (21) und Ramona Daxlberger (15) am 20. November 2016 in Rosenheim geladen. Ein anderer Zeuge, ein 51-jähriger Rosenheimer, hatte behauptet, dass der Bad Aiblinger bei einer Party erzählt hatte, die Angeklagten bei Absprachen über ihre Aussagen belauscht zu haben. Die beiden Angeklagten Daniel R. und Sebastian M. sollen laut Anklage maßgeblichen Anteil am Unfalltod der beiden jungen Frauen haben.
Nachdem der Bad Aiblinger vor Gericht dann aber geleugnet hatte, solche Dinge bei einer Party vor rund drei Wochen in Rosenheim erzählt zu haben, ließ ihn Staatsanwalt Jan Salomon wegen des Verdachts auf Falschaussage vor dem Gerichtssaal festnehmen. Ein weiterer Zeuge, der ebenfalls auf der Party Gast gewesen ist, stützte allerdings wenig später die Aussagen des Bad Aiblingers.
„Der vorläufig festgenommene Zeuge wurde verhört und konnte anschließend nach Hause gehen“, sagte Gunther Schabert, Leiter der Staatsanwaltschaft Rosenheim, gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Damit sei das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Falschaussage eingeleitet worden. Ob dem 51-jährigen Bad Aiblinger nun irgendwelche Konsequenzen drohen, werden die weiteren Ermittlungen zeigen. mw