Deutelhausen/Rosenheim – Die lang ersehnte Umfahrung von Deutelhausen soll kommen. Mit einer Gegenstimme sprach sich der Schechener Gemeinderat für das Vorhaben aus, das bereits in fünf Jahren fertig sein könnte. Großes Interesse an dieser Entscheidung hat die Flötzinger Brauerei: Das Unternehmen besitzt in Deutelhausen Grund neben der geplanten Trasse. Zunächst hatte Flötzinger vor, dort eine Lagerhalle für Festbedarf zu bauen. Diese Pläne wurden nun deutlich umfassender. Nicht mehr nur eine einzelne Lagerhalle soll auf der neuen Gewerbefläche entstehen. Die Brauerei Flötzinger plane, wie Bürgermeister Hans Holzmaier erklärte, eine Auslagerung der gesamten Getränkelogistik nach Deutelhausen. Langfristig sollen weitere Betriebsteile ins Schechener Gemeindegebiet umziehen.
Zunächst sind unter anderem zwei Stapelhallen von 2200 und 3300 Quadratmetern plus eine Halle für die Füllerei geplant, nötig sind auch Verladezonen, Freifläche für Leergut, Ausgleichsflächen und mehr.
Wie der Bürgermeister weiter berichtet, besteht für die Brauerei am jetzigen Standort in Rosenheim unter anderem keine Möglichkeit der Expansion, sodass man sich wohl für diesen Schritt entschieden habe. Der Gemeinderat zeigte sich in der Beratung sehr wohlwollend. Gewürdigt wurde, dass es sich bei Flötzinger um einen regionalen Familienbetrieb handle, so Holzmaier weiter. CSU-Gemeinderat Andreas Rausch formulierte es weitaus direkter: „Bei der Brauer Flötzinger handelt es sich um keine Heuschrecken aus den USA.“khe