Bad Aibling/Rosenheim – Wie geht’s nach der Schule für mich weiter? Ist ein Handwerksberuf das Richtige für mich? Und wenn ja, welcher? Wie schaut‘s mit Gehalt und Karriere aus? Für diese Fragen vieler Mädchen und Burschen bot die „Jobstart-Handwerk“ reichlich Antworten, Entscheidungshilfen und auch die Möglichkeit des Ausprobierens.
Praxisvorführungen
von neun Innungen
Neun Innungen und die Berufsschulen haben sich dabei einiges einfallen lassen und boten Eltern und Jugendlichen interessante Praxisvorführungen der einzelnen Handwerksberufe, informierten zu den Themen Aus- und Weiterbildung und über die hervorragenden Karrieremöglichkeiten im Handwerk. Zudem konnte man sich an den Berufsschulstandorten Bad Aibling und Rosenheim am Informationsstand der Kreishandwerkerschaft Rosenheim und der Handwerkskammer quer Beet über die berufliche Ausbildung informieren.
Auf dem Schulgelände der Berufsschule Bad Aibling konnte man zum Beispiel das Zusammenspiel von mehreren Gewerken live erleben. Dabei war die Arbeitsweise von einem mobilen Sägewerk, einem Holzhäcksler/Hacker bis hin zur Holzschnitzelheizung zu beobachten. Der ausgeschilderte Rundgang führte in alle Werk- und Schulungsräume und ermöglichte somit ein umfassendes Bild aller Ausbildungsangebote mit den entsprechenden Informationsständen der jeweiligen Handwerksinnungen.
Die Berufsschule in Rosenheim empfing ihre Gäste in der Schul-Aula. Alle beteiligten Innungen präsentierten sich mit einem Stand als Anlaufstelle und Erstkontakt. Die weiteren Infos und der
Praxisbezug erfolgte im Anschluss in den Werk- und Schulungsstätten der Berufsschule. Unter anderem war auch als Schulstandortvertreter aus Wasserburg die Kfz-Innung vertreten. Und die Eder-Gruppe informierte an ihrem Stand über deren Ausbildungsangebote nebst Fuhrpark im Außenbereich.
Großes Interesse fand sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Erwachsenen der Stand der VR-Anwendung (Virtual Reality) der Elektroinnung. Das Smart-Living-Erlebnis macht intelligentes Wohnen hautnah erlebbar. Mit einer 3D-Brille konnte man sich in einem Haus bewegen und verschiedene technische Gerätschaften und Funktionen aktivieren und betrachten.
Mit großem Eifer wurden von den Jugendlichen kleine Werkstücke unter Anleitung und Aufsicht erstellt und mit strahlenden Augen den Eltern gezeigt. Die rund 2000 Besucher konnten sich über ein enormes aber auch sehr individuelles Ausbildungsangebot im Handwerk informieren.
Überrascht und beeindruckt von den Berufsanforderungen, der Vielfalt aber auch den Möglichkeiten der eigenen Kreativität, staunten Eltern und Jugendliche auch über die hochmodernen und top ausgestatteten Berufsschulen. Betriebsinhaber, Lehrer und Auszubildende standen dabei Rede und Antwort und gaben Tipps und Einblicke in die berufliche Ausbildung. Dabei wurde immer wieder festgestellt, wie wichtig und hilfreich bei der Berufsauswahl ein Schüler/Betriebspraktikum sein kann. „Reinschnuppern“, hautnah Arbeitsabläufe beobachten, und kleinere Teilarbeiten ausprobieren können dabei sehr hilfreich sein und helfen bei der Entscheidungsfindung ungemein.
Mit den jeweiligen Schulleitern OStD Jürgen Ersing (Bad Aibling) und Frau OStDin Bärbel Marx (Rosenheim) begleiteten Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots beim Rundgang durch die Werkstätten die stellvertretende Landrätin Marianne Loferer, die Landtagsabgeordneten Otto Lederer und Klaus Stöttner und der Zweite Bürgermeister der Stadt Rosenheim, Anton Heindl. Schloots zeigte sich sehr erfreut über die große Anzahl an Besuchern und sein Dank richtete sich an alle Beteiligten die zu diesem Erfolg beigetragen haben. An die Politik gerichtet sagte er und bestätigte, ist das Handwerk und gerade der Ausbildungsbereich ein wichtiger Stabilisator und Motor unserer heimischen Wirtschaft für ein funktionierendes Gemeinwohl.