Grün-weiße Familie hält zusammen: Starbulls-Aktion für Krebspatientin

von Redaktion

Fanbeirat organisiert Hilfe für sechsfache Mutter aus Bad Aibling – Morgen Spendenaktion bei Heimspiel gegen Deggendorf

Bad Aibling/Rosenheim – Die Anteilnahme am Schicksal einer an Krebs erkrankten sechsfachen Mutter aus Bad Aibling (wir berichteten) ist in der Bevölkerung ungebrochen. Über 30000 Euro sind über die Spendenplattform GoFundMe zusammengekommen, seit Victor Henriquez Morales und seine Geschwister Isabella, Lorenzo, Luis, Enrico und Fabio dort über die Krebserkrankung ihrer Mutter und die damit schwierig gewordenen Lebensumstände geschrieben hatten. Viele Menschen haben seither gespendet, darunter auch ein Großteil von Bekannten der Familie.

„Es gibt Momente, die kann man nicht in Worte fassen. Und genau so Momente haben wir seit einer Woche fast durchgehend. Niemals hätten wir gedacht, dass uns so viele Freunde und Bekannte in dieser schweren Zeit unterstützen“, schreibt der Sohn.

Auch der Fanbeirat der Starbulls Rosenheim wird nun aktiv: Enrico, einer der Söhne der erkrankten 53-Jährigen, ist bei den Starbulls aktiv. Auch dort weiß man: Ein Teil der Kinder geht noch zur Schule oder in die Lehre „oder steht am Anfang einer Profikarriere“. „Nun ist es an der Zeit, einmal mehr zu beweisen, dass die grün-weiße Familie immer zusammenhält, wenn es darauf ankommt“, sagen die Verantwortlichen.

Becherspendenaktion
im Rofa-Stadion

Deshalb wird am morgigen Sonntag beim Heimspiel der Starbulls gegen den Deggendorfer SC eine Becherspendenaktion durchgeführt: Zum einen stehen an allen Bierständen im Rofa-Stadion Spendenröhren, in die man seinen leeren Becher geben kann. Zum anderen gibt es Spendenboxen an den Bierständen in der Kurve.

Auch sonst stehen viele, die die Betroffene persönlich kennen, der Familie bei. Auch was den Versuch von Erklärungen oder Fragen nach der Krankenversicherung angeht. „Bei weitem nicht alle Krebstherapien werden von der Krankenkasse gezahlt und es hängt auch immer von der Kasse ab, welche was zahlt. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es sehr wohl Krebstherapien gibt, die die Kassen nicht übernehmen und genau das ist hier der Fall“, erklärt eine der Familie nahestehende Frau.

Wie berichtet, ist das Spendenziel auf der Plattform mit 45000 Euro angegeben, die laut der Familie jedoch nicht alleine für die Behandlung benötigt werden. Zwar haben die Geschwister im Alter zwischen 15 und 31 Jahren, wie Sohn Victor erklärt, bereits selbst den größten Teil aus ihren Ersparnissen finanziert „und geben weiterhin soviel wir können“. „Um das Leben unserer Mama und die Behandlungen für die nächste Zeit zu finanzieren“, habe jedoch noch einiges an finanziellen Mitteln gefehlt. „Und da zwei von uns noch zur Schule gehen, können wir die Summe alleine nicht so schnell aufbringen.“

Wie Victor Henriquez Morales auf Anfrage unserer Zeitung sagt, hat die Familie nicht mit so einem großen Echo auf den Spendenaufruf gerechnet. „Leider werden wir daher gerade auch regelrecht überflutet mit Anfragen von Zeitungen und Nachrichten aus ganz Deutschland und Österreich.“ Dabei sei der Familie zum Teil auch das Wort im Mund umgedreht worden, weshalb man – auch aufgrund des Zustandes der Mutter – aktuell generell keine Stellungnahme abgeben könne. el

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