Rosenheim – Amtswechsel am Staatlichen Bauamt Rosenheim: Nach einhalb Jahren verabschiedete gestern Doris Lackerbauer, Leiterin des Staatlichen Bauamtes Rosenheim, Stefan Högenauer. Er war Bereichsleiter im Straßenbau. In seine Fußstapfen tritt nun Stefan Leitner. Seit Oktober ist er dort bereits im Einsatz. Högenauer wechselt indes zur Regierung Oberbayern als Staatsgebietsleiter Straßen- und Brückenbau.
Er habe „Meilensteine“ gelegt, würdigte Doris Lackerbauer. Dazu zählten unter anderem das Vergabeverfahren für die Westtangente Rosenheim B15 mit der Aicherpark-Brücke sowie der vierstreifige Ausbau der B318 zwischen der A8 und Holzkirchen im Landkreis Miesbach. Jetzt, da Högenauer bei der Regierung von Oberbayern sei, steuere er „mehr von oben und nicht mehr so frontnah“, so die Behördenleiterin. Sie hofft aber, dass er seine ehemaligen Kollegen in Rosenheim nicht vergesse und wünschte Högenauer ein „glückliches Händchen“ und die „notwendige Gelassenheit“ im neuen Job. Auch Walter Jonas, Regierungsvizepräsident von Oberbayern, verabschiedete Högenauer einerseits und hieß andererseits Stefan Leitner willkommen. Fast müsse man schon von „Personalfraß“ als von „Straßenfraß“ sprechen, witzelte der Regierungsvizepräsident und spielte damit auf den schnellen Wechsel von Högenauer an. Nachfolger, Stefan Leitner stellte er wie folgt vor: Der 47-Jährige hat an der TU München Bauingenieur studiert. Ab 2000 arbeitete er bei der Autobahndirektion Südbayern, wechselte 2006 zum staatlichen Bauamt in Landshut und landete 2012 im Bauministerium in München. Zudem sei Leitner ein Handballtrainer und damit auch ein Teamplayer. Mit diesem Teamgeist könne Leitner die anstehenden Aufgaben als neuer Bereichsleiter gut bewältigen, so Jonas.
Mit dem Wunsch, dass hoffentlich nicht schon wieder sobald ein neues Mitglied begrüßt werden müsse, eröffnete Professor Dr. Wolfgang Wüst, Leiter der Abteilung Straßen- und Brückenbau, seine Rede. Er ging auf das Thema Mobilität ein. „Unser Geschäft wird nicht leichter, es wird immer schwerer.“ Man dürfe nicht vergessen, dass Mobilität wichtig sei – nicht nur in digitaler Hinsicht oder in Hinblick auf Zugverbindungen. Auch die individuelle Mobilität sei wichtig. Gerade in einer Urlaubsregion wie München oder Rosenheim, wo die Berge in unmittelbarer Nähe seien, benötige man ein Auto. Dafür bedürfe es auch gute Straßen. „Wir dürfen beim Straßenbau auf gar keinen Fall nachlassen“, so Wüst.
Dass Högenauer gehe, bedauerte Wüst. Er habe ihn für seinen offenen Umgang mit Mandatsträgern und Bürgern sehr geschätzt. Dass er in Leitner einen würdigen Nachfolger sehe, wurde in seiner Rede deutlich, als er einige Eckdaten in Leitners beruflichen Leben aufzählte.
Auch Josef Huber, stellvertretender Landrat lobte die Zusammenarbeit mit Högenauer. Diese sei sehr gut gewesen. Leitner wünschte der Landrat viel Glück und hofft, dass er bis zur Pension bleiben möge. Nachdem Alfons Kohl, Vorsitzender des Gesamtpersonalrates ebenfalls seine Glückwünsche an Leitner und Högenauer richtete, stellte sich der Verabschiedete selbst aufs Podest und bedankte sich für all die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Leitner, den er schon seit vielen Jahren kenne, wünschte er „viel Erfolg in den kommenden Jahren“. Er habe es als großes Privileg empfunden, im Staatlichen Bauamt Rosenheim zu arbeiten.
Schlussredner am gestrigen Vormittag war Stefan Leitner: „Du hast mir einen bunten Strauß an Projekten hinterlassen“, richtete er seine Worte an Högenauer. Er möchte diese Ziele gemeinsam anpacken. Er sei ein Teamplayer und ihm sei klar: Nur gemeinsam könne man Ziele erreichen.