Holzschuppen brennt ab: Wohnheim der Diakonie wird evakuiert

von Redaktion

Keine Verletzten – Sachschaden in sechsstelliger Höhe – Ursache des Feuers ist noch unbekannt – Großeinsatz für Rettungskräfte

Rosenheim – Sachschaden „im niedrigen sechsstelligen Bereich“ entstand nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in der Nacht zum Samstag beim Brand eines Holzlagers der Diakonie an der Innlände in Rosenheim. Das Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nähe einer Werkstatt und eines Wohnheims, die ebenfalls Einrichtungen der Wohlfahrtsorganisation sind. Die Brandursache ist laut Polizei noch unbekannt, verletzt wurde niemand. Noch in der Nacht nahm die Kriminalpolizei Ermittlungen auf, um herauszufinden, wodurch das Feuer ausgelöst wurde.

Als die rund 80 Löschkräfte der gegen 1.55 Uhr alarmierten Feuerwehren Rosenheim und Schloßberg mit insgesamt elf Fahrzeugen am Einsatzort eintrafen, ging es um Sekunden. „Das Gebäude stand bereits im Vollbrand. Aus dem Dach schlugen uns meterhohe Flammen entgegen“, schildert Stadtbrandinspektor Mario Zimmermann von der Feuerwehr Rosenheim das Lagebild. Dass der Holzschuppen nicht mehr zu retten ist, war den Wehrmännern rasch klar. Ihr Hauptaugenmerk richteten sie deshalb darauf, die angrenzende Werkstatt vor dem Niederbrennen zu bewahren. Eine große Herausforderung, schließlich züngelten bei Beginn der Löscharbeiten auch bereits Flammen aus dem Dach dieses Gebäudes. Aufgrund der großen Hitzeentwicklung seien im Erdgeschoss der Werkstatt laut Zimmermann außerdem bereits Fenster beschädigt gewesen. „Vor allem die Bekämpfung der Glutnester im Dachbereich der Werkstatt hat uns gefordert“, so Zimmermann. Erst gegen 8 Uhr waren die Löscharbeiten beendet.

Durch den Brand gefordert waren darüber hinaus auch rund 50 Rettungskräfte des Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes. Sie kümmerten sich um die 27 Bewohner des benachbarten Wohnheims, die vorsichtshalber kurzfristig evakuiert wurden. „Wir wollten die Menschen keinem Risiko aussetzen“, schildert Rettungsdienstleiter Thomas Neugebauer vom Kreisverband Rosenheim des Bayerischen Roten Kreuzes. Nach einigen Stunden konnten die Bewohner wieder in das Gebäude zurückkehren. „Wir haben sehr routiniert gearbeitet, das Zusammenwirken mit der Feuerwehr lief reibungslos“, berichtete Neugebauer im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.

Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass der Rettungsdienst in der folgenden Nacht bei zwei weiteren Großeinsätzen in Gabersee und Bernau stark gefordert sein wird (siehe Berichte an anderer Stelle des Lokalteils). „Das war schon intensive Arbeit, die uns viel abverlangt hat“, betonte der Rettungsdienstleiter.

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