Nach Feuerattacke: Station noch geschlossen

von Redaktion

Im Inn-Salzach-Klinikum kehrt dennoch langsam Normalität ein – Täter wird weiter gesucht

Wasserburg – Die Spuren des brutalen Angriffs sind noch zu sehen. Doch im kbo-Inn-Salzach-Klinikum in Gabersee bemühen sich Leitung und Personal mit allen Kräften um Normalität. Derweil fahndet die Kripo mit Hochdruck nach dem Unbekannten, der in der Nacht auf Sonntag einen Pfleger mit einem Brandbeschleuniger bespritzt und im Flur einer Station Feuer gelegt hatte. Der Pfleger konnte sich in Sicherheit bringen, bekam jedoch Flüssigkeit ins Auge und wurde in eine Klinik gebracht. Dem verletzten Pfleger geht es mittlerweile „erheblich besser“, teilt der ärztliche Direktor des Inn-Salzach-Klinikums, Professor Dr. Peter Zwanzger, auf Anfrage mit. Der Mann habe das Krankenhaus verlassen können. Haus 50, eine Aufnahmestation für psychisch schwer Erkrankte, soll so schnell wie möglich wieder in Betrieb genommen werden, denn die Räumlichkeiten werden nach den Worten Zwanzgers dringend gebraucht. Eine Spezialfirma für Verschmutzungen durch Rauch und Russ ist beauftragt worden. Die Patienten der betroffenen Station wurden verlegt, sagte Zwanzger. Die Partnerklinik in München-Haar habe außerdem Unterstützung angeboten. „Wir können garantieren, dass es zu keinen Beeinträchtigungen bei der Versorgung von Patienten kommt“, sagt der Chefarzt.

Die Stimmung im Inn-Salzach-Klinikum beschreibt Zwanzger als „den Umständen entsprechend gut“. Das Tagesgeschäft gehe geordnet weiter. „Das Geschehene geht uns allen nah. Es war großes Glück im Unglück, dass unser Mitarbeiter nicht Feuer gefangen hat.“

Die Polizei fahndet weiter nach dem Unbekannten. Die Beschreibung: 1,60 bis 1,70 Meter groß, 40 bis 60 Jahre alt, kräftig, schwarze Haare, Bart. Gekleidet war er in Schwarz, mit Wollmütze, Anorak mit Kapuze, Jeans und Schuhen mit weißem gebogenem Streifen.

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