Viel Positives und ein Wermutstropfen

von Redaktion

Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Gartenbau und Landespflege Rosenheim

Rohrdorf/Amerang – Nicht nur Positives gab es bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Rosenheim zu berichten. Kritik übte Vorsitzende Franziska Kröll am Verhalten einiger Besucher des Kreislehrgartens in Amerang (siehe Kasten).

„Wie im Flug ist wieder das Jahr vergangen und jetzt ist es an der Zeit für einen Rückblick“, erklärte Franziska Kröll zu Beginn der Versammlung in Rohrdorf. Bei den zurückliegenden Jahresaktivitäten des knapp 15000 Mitglieder fassenden Verbandes ging Kröll auf die vielen Aktivitäten in den einzelnen Ortsverbänden ein. Ob nun die gut besuchten Gartenseminare, der „Tag der offenen Gartentüre“ oder der Verbandsausflug zur Landesgartenschau nach Wassertrüdingen und nach Tennenlohe – „all das bestätigte das vergangene Jahreskonzept“, so Kröll.

Den Bogen von blühenden Sträuchern und reifen Früchten zu nackten Zahlen und Prognosen schloss mit seinem Jahresbericht Geschäftsführer Christian Steinbichler. Er zeichnete den Werdegang der grundsoliden Vereinsfinanzen in dem schon bald endenden Jahr auf. Die größten Posten bei den Ausgaben waren die Kosten für den Kreislehrgarten in Amerang. Auch die Neugestaltung des Internetauftritts des Kreisverbands riss ein Loch in die Kasse, was aber „keinerlei Grund zur Besorgnis“ sei, trotz des insgesamt leicht rückläufigen Ergebnisses, wie Steinbichler ausführte. Und auch bei den Zahlen des nächsten Jahres prognostizierte er keinerlei finanzielle Engpässe, obwohl mit dem neuen Internetauftritt und den Kreislehrgarten erneut höhere Ausgaben auf den Verband warten. Hinzu kommt dann noch die Beteiligung des Kreisverbands an der Landesgartenschau in Ingolstadt, die in der Woche vor Pfingsten erfolgt, „was aber durchaus zu stemmen sein sollte“, so der Geschäftsführer.

Im Bericht des Kreisfachberaters Roman Pröll spiegelte sich dann das breite Spektrum der Aktivitäten des Kreisverbandes und seiner 61 Ortsverbände im Landkreis Rosenheim wider. Wie immer standen Gartenbauseminare, Kurse und Wettbewerbe ganz zuoberst auf der Agenda und die Aktion „Unsere Schule brummt und summt“ war im Nachwuchssegment ein toller Erfolg. Ein voller Programmkalender bis hin zur Schmankerlstraße in Rosenheim mit der außergewöhnlichen Obstpräsentation war abzuarbeiten und wurde zumeist mit viel Zuspruch und gutem Besuch belohnt. Die Landesgartenschau 2020 in Ingolstadt wirft ihren Schatten auf alle geplanten Aktivitäten des neuen Jahres. In der Woche vom 25. bis zum 31. Mai wird sich der Kreisverband mit dem Thema „Da haben wir den Salat“ in die Landesschau einbringen. Aber auch das geplante Verbandsleben soll nicht zu kurz kommen; Jugendleitertreffen, Fortbildungsseminare, Schnitt-, Veredelungs- und Mähkurse stehen auf dem Programm, in dem auch das Erntedankfest und viele weitere Vorhaben aufgelistet sind.

Vorstandsmitglied Maria Liegl stellte den geplanten Verbandsausflug im nächsten Jahr vor. Es geht am Samstag, 20. Juni, mit dem Bus zu einer Wander- und Wellnessreise ins „Wander- und Bergparadies Eckbauer in Garmisch-Partenkirchen“. Unterlegt mit aussagekräftigen Bildern sollte die Anmeldung zügig beim Vorstand des Verbandes erfolgen, da die Busplätze kontingentiert sind.

Über eine weitere Gartenpflegerin freute sich nicht nur der Zweite Vorsitzende Thomas Pummerer, der der erfolgreichen Absolventin Petra Widhammer im Namen des Kreisverbandes gratulierte.

Abschließend wurde der Vorstand des Verbandes um einen weiteren Beisitzer erweitert. Vorgestellt von Thomas Pummerer, ergriff der für diesen Posten ausgesuchte Obstfachmann Georg Loferer gleich die Gelegenheit, seine Ziele und geplanten Aktivitäten in Sachen „alte Obstsorten, die genetisch sehr wertvoll sind“, vorzustellen. Dazu bedürfe es auch eines Obstgartens, den der Kreisverband zusammen mithilfe der Fachabteilung im Landratsamt Rosenheim schon bald anlegen solle. hko

Kreislehrgarten in Amerang: Besucher sorgen für Ärger

Klare Worte der Kritik übte die Vorsitzende Franziska Kröll des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Rosenheim am Verhalten „mehrerer sogenannter Besucher“ des Kreislehrgartens in Amerang. „Da haben sich einige völlig ohne Hemmungen der reifen Früchte auf Bäumen und Beeten bedient und dabei oft auch noch jede Menge Unrat hinterlassen“, machte Kröll ihrem Ärger Luft. Eine Beerntung des Gartens durch Mitglieder des Verbandes sei deshalb heuer ausgefallen. „Als wir vor Ort ankamen, gab es nichts mehr zu ernten“, berichtete Kröll. Sie forderte die Anwesenden auf, dafür Sorge zu tragen, „dass wir hier mehr präsent sind, um der ,Wilderei‘ im Lehrgarten einen Riegel vorzuschieben“.

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