Prien – Die Förderung des volksmusikalischen Nachwuchses im Landkreis Rosenheim ist dem Kreisjugendring (KJR) Rosenheim seit Jahrzehnten ein großes Anliegen. So konnte Erika Spohn als KJR-Vorsitzende auch zum heurigen Jugend-Hoagascht im Vereinshaus vom Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing mit einer großen Schar an Mitwirkenden und Zuhörern das gesteckte Ziel wieder erreichen. Für die Zusammenstellung der Instrumental- und Gesangsgruppen sorgte Benedikt Mies aus Nußdorf am Inn.
„Übung macht den Meister“ – mit diesem Appell an die jugendlichen Dirndl und Buam bedankte sich Marianne Loferer als stellvertretende Landrätin für das Aufspielen und Musizieren und sie fügte hinzu: „Nun komme ich schon seit zehn Jahren zu dieser Nachwuchs-Veranstaltung. Diese ist für mich immer etwas ganz Besonderes, zumal dabei oft erstmals neue Gruppierungen auftreten, aber es ist auch schon vorgekommen, dass aus diesem Nachwuchs Kulturförderpreisträger hervorgegangen sind“.
In fröhlicher Folge traten die Gruppen aus dem Inntal, rund um die Ratzingerhöhe und aus weiteren Gebieten des Landkreis Rosenheim auf und stellten sich den Zuhörern vor.
Fröhlichkeit bestimmte die Weisen der unterschiedlich zusammengesetzten Gruppen, unter anderem waren zu hören das Gitarrentrio aus Neubeuern, die Bachecker-Buam mit ihrem Dirigenten Hannes Lang, der Priener Christian Hofbauer mit Bass-Klarinette und mit seinem ziach-spielenden Sohn Lukas oder die Fischer-Familien-Musik aus Söllhuben.
„Da Esel hat
vier Füaß“
Eine schneidige Heiterkeit war auch aus den Gesangs-Darbietungen zu verspüren, unter anderem mit dem Satz „Da Esel hat vier Füaß und is ganz dumm, aber Esel mit zwoa Füaß laafan aa gnua umadum“.
Bezirksrat und Bayernbund-Landesvorsitzender Sebastian Friesinger kennt als Stammgast des KJR-Jugendhoagascht die Veranstaltung bestens, sein Resümee lautete: „Würde es diese Plattform für die Jugend nicht geben, man müsste sie erfinden. Da wir sie aber haben, dürfen wir uns glücklich schätzen, denn ein solcher Nachmittag ist Teil des großen Schatzes, den wir in der bayerischen Brauchtums-, Kultur- und Volksmusikpflege haben“. Anton Hötzelsperger