Maßnahmenpaket gegen erneutes Schnee-Chaos auf der Schiene

von Redaktion

Bayerische Eisenbahngesellschaft: „Deutlich besser gerüstet“

Rosenheim – Bahnfahrer erinnern sich mit Schrecken an den vergangenen Winter: Im Januar hatte es massive Probleme vor allem im Oberland gegeben. Fahrgäste litten unter Streckensperrungen und Zugausfällen, fehlenden beziehungsweise falschen Fahrgastinformationen oder einem mangelnden Störfallmanagement.

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag des Freistaats den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, hat nach diesen Erfahrungen gehandelt. Sie forderte von allen Beteiligten umfassende Maßnahmen für eine verbesserte Wintervorbereitung.

Erster Ansprechpartner war der Infrastrukturbetreiber DB Netz. Dieser sicherte zu, mehr Personal und Technik für die Schneeräumung einzusetzen. So wurde in Rosenheim eine Schneefräse fest stationiert. Das Personal wurde intensiver vorbereitet, bei extremen Wetterlagen sollen zusätzliche Kräfte zum Einsatz kommen. Außerdem wurde das Kommunikationskonzept mit den Verkehrsunternehmen überarbeitet. Auch der Stationsbetreiber DB Station&Service hat nach Angaben der BEG seine Vorbereitungen auf den Winter verstärkt.

Neben den infrastrukturellen Einschränkungen kam es auch zu massiven Problemen, welche die Bayerische Oberlandbahn (BOB) zu verantworten hatte, insbesondere bei der Bestellung und Durchführung der Ersatzverkehre sowie der Information der Fahrgäste. Die BOB habe daher ebenfalls zahlreiche Verbesserungen auf den Weg gebracht, sagte BEG-Geschäftsführer Thomas Prechtl. „Wir sind deutlich besser gerüstet. Eine Situation, wie wir sie im Januar 2019 vorgefunden haben, darf sich nicht wiederholen“, so Prechtl. ama

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