Frasdorf – Die Rauchschwaden haben sich am Morgen langsam gelichtet, die Ursache des Großbrandes an einem Bauernhof in Frasdorf aber liegt noch immer im Dunkeln. „Wann die Kriminalpolizei die Brandursache ermitteln kann, ist derzeit noch nicht absehbar“, sagte ein Sprecher der Polizei. „Das Ausmaß des Brandes war enorm, der Zerstörungsgrad ist hoch.“
Wie berichtet, hatte ein Brand im Frasdorfer Ortsteil Dösdorf am Dienstag den Stall eines landwirtschaftlichen Anwesens zerstört. Gut 140 Feuerwehrleute kämpften stundenlang, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Erst am Nachmittag waren die Flammen weitestgehend gelöscht. Die gute Nachricht: Es gab keine Verletzten, auch die Tiere, rund 100 Kühe, konnten rechtzeitig aus dem Stall ins Freie getrieben werden. Den Feuerwehren gelang es, ein Überspringen des Brandes auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Die Reaktion sei schnell gewesen, man habe die gefährliche Situation „ganz gut im Griff gehabt“. berichtete Josef Weber, Kommandant der Feuerwehr Frasdorf.
Die nächtliche Brandwache übernahm in zwei Schichten von je zehn Mann die Feuerwehr Umratshausen. Deren Kommandant Martin Dialler meldete am Mittwochmorgen: „Keine besonderen Vorkommnisse.“ Die ganze Nacht über habe es hin und wieder „ein bisserl aufgeflammt“, die Feuerwehrleute aber löschten sogleich nach. Sobald die Kriminalpolizei den Brandort freigegeben hatte, setzten gestern die Feuerwehren ihre Aufräumarbeiten fort. Was zunächst bedeutete: Aufspüren und Löschen von Glutnestern. „Wenn wir damit fertig sind, werden wir ein Notdach bauen“, sagte Dialler gestern Vormittag den Heimatzeitungen des OVB.
Der Umfang des Schadens ist schwer abzuschätzen. Während der Stall niederbrannte, konnten die Feuerwehren das Wohngebäude retten. Allerdings entstand Wasserschaden. Martin Dialler schätzt den Schaden daher auf einen hohen sechs oder niedrigen siebenstelligen Betrag.
Die betroffene Familie hielt sich, wie berichtet, zum Zeitpunkt des Brandes in Köln auf, trat sofort die Rückreise an und verbrachte die Nacht in einem Gasthof in Frasdorf. Hilfe leisteten auch die Nachbarn. Es gab viele freiwillige Helfer aus der Nachbarschaft, die zum Beispiel dafür gesorgt haben, dass die Kühe gemolken werden“, sagte Josef Weber anerkennend. „Wie die Bauern da zusammengeholfen haben, ist eine schöne Sache“, sagte Martin Dialler. Michael Weiser