Rückkehr zu den Wurzeln

von Redaktion

Kreistag beruft Kreisheimatpflegerin und Kreismusikpfleger

Rosenheim – Nach fast einem Jahr konnte jetzt die vakante Stelle der Kreisheimatpflege für den nordöstlichen Teil des Landkreises Rosenheim wieder besetzt werden. Der Kreistag bestellte Magdalena März für das Amt der ehrenamtlichen Kreisheimatpflegerin. Zudem übertrug der Kreistag Ernst Schusser das Ehrenamt des Kreismusikpflegers. Beide Entscheidungen fielen jeweils einstimmig. Beide treten ihre Ehrenämter ab 1. Januar 2020 an.

Antritt am
1. Januar 2020

In seiner Vorstellung sprach Ernst Schusser von einer Rückkehr zu seinen Wurzeln: „Als junger Student habe ich zusammen mit meiner Frau angefangen Noten und Texte zu sammeln.“ Obwohl er Ende kommenden Jahres als Leiter des Volksmusikarchivs des Bezirks Oberbayern in Ruhestand geht, möchte er diese Aufgabe weiter fortführen. „Ich hoffe, dass wir die Vielfältigkeit des Landkreises genauso blühen lassen wie in der Vergangenheit.“

Ernst Schusser hat das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern seit dessen Gründung 1985 kontinuierlich mit aufgebaut. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Sammlung, Dokumentation und Herausgabe von alpenländischen Notenmaterialien und die Veröffentlichung von CDs. Schusser ist zudem gefragter Ratgeber und Vortragsreferent im Bereich Volksmusik. Seine Wirtshaussingen sind landauf landab legendär.

Das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern leitet Ernst Schusser seit 1996. Trotz dieser vergleichsweise langen Zeit sieht er im Rosenheimer Land nach wie vor ein großes Betätigungsfeld. Viele volksmusikalische Schätze gehören noch geborgen, gesammelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Im Vorfeld der Bestellung von Magdalena März zur Kreisheimatpflegerin durch den Kreistag hatten bereits die Regierung von Oberbayern, der Bezirksheimatpfleger, der Bayerische Landesverein für Heimatpflege und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege ihr Einverständnis erklärt. Nach ihrem Abitur, Auslandsaufenthalten und Praktika in verschiedenen Restaurierungswerkstätten nahm Magdalena März 2011 an der Ludwig-Maximilians-Universität München ihr Studium der Kunstgeschichte mit den Nebenfächern Antike und Orient sowie einer Spezialisierung im Fachbereich Architekturgeschichte auf. Seit Sommer 2017 promoviert März, seit 2018 als Promotions-Stipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung, zum Thema „Fürstliche Bauprojekte“.

„Kultur liegt mir
wohl im Blut“

Zudem absolvierte die neue Kreisheimatpflegerin während ihres Studiums Praktika, war als Mitarbeiterin an Universitäten tätig und engagiert sich in einer Reihe von regionalen Projekten wie beispielsweise im Wasserburger Stadtarchiv. Magdalena März ist Mitglied in mehreren historischen Arbeitskreisen und Vereinen, unter anderem als Vorstandsmitglied im Historischen Verein Wasserburg. März: „Mein Vater war Kunstmaler, mein Großvater und mein Urgroßvater waren Architekten, Kultur liegt mir wohl im Blut.“

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