Riedering – Am Tag nach dem Großbrand in Persdorf in der Gemeinde Riedering klingt der Besitzer der betroffenen Schreinerei gefasst im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Das Werkstattgebäude ist laut Polizei inklusive Einrichtung vollständig niedergebrannt. Menschen wurden nicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens steht zwar noch nicht fest, wird aber wohl im Bereich mehrerer Millionen Euro liegen.
Sebastian Daxenberger war am Samstag noch bis 16.30 Uhr in seiner Schreinerei in Persdorf. Ihm sei nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Dann sei er nach Hause gefahren. Er wohnt in einer Nachbargemeinde. Gegen 20 Uhr erreicht ihn ein Anruf: Seine Schreinerei steht in Flammen!
Feuerwehrmann alarmiert Leitstelle
Der Kommandant der Feuerwehr Neukirchen, Georg Lindner, ist gegen 20 Uhr auf dem Heimweg durch Persdorf. Zu diesem Zeitpunkt sieht er Feuer in der Schreinerei. „Da hat es schon aus dem Dach gebrannt“, schildert Georg Lindner im Gespräch den OVB-Heimatzeitungen. Er habe daraufhin selbst die Leitstelle verständigt und sei sofort zum Feuerwehrhaus Neukirchen gefahren. Rund 500 Meter Luftlinie liegen zwischen der Schreinerei und der Feuerwehr.
Etwa 150 Einsatzkräfte kommen innerhalb kürzester Zeit zum Brandort, Feuerwehren, medizinische Einsatzkräfte und Polizei. Denn: Gleich neben der Schreinerei liegt ein Hotel. Sebastian Daxenbergers Frau führt es. Gegenüber unserer Zeitung sagt Daxenberger, dass er den Einsatzkräften sehr dankbar ist.
150 Einsatzkräfte
vor Ort
Laut Kreisbrandrat Richard Schrank waren am Samstagabend auch zwei Drehleitern nötig. Er ist – wie der Neukirchner Feuerwehrkommandant Georg Lindner – auch am Tag nach dem Großbrand an der Brandstelle.
Man habe die Fahrzeuge angefordert, um eventuell Menschen retten zu können, aber auch, um einen Überblick über die Brandstelle zu haben und die Reichweite beim Löschen zu erweitern.
Man habe Hotelgäste gleich in der Anfangsphase vorsorglich aus dem Hotel evakuiert. Laut Schreinerei-Besitzer Daxenberger waren die Bewohner dreier Zimmer betroffen. Der Hotelbetrieb laufe ab dem heutigen Montag oder Dienstag wieder ganz normal. Laut Polizei hat Löschwasser das Hotelgebäude etwas in Mitleidenschaft gezogen. Gleiches gilt für ein an das Werkstattgebäude angrenzendes Bürogebäude.
Daxenberger, dessen Schreinerei im Innenausbau tätig ist, hat zudem zwei Firmenfahrzeuge verloren. Eines sei sogar weiter entfernt vom Gebäude gestanden. Aber die Hitze sei wohl sehr groß gewesen. Ebenso sind sämtliche Arbeiten, an denen er und seine acht Mitarbeiter gerade gearbeitet haben, vom Feuer vernichtet worden.
Das sei natürlich ein Problem für das Unternehmen, das bis in den westlichen Großraum Münchens Kunden hat. Vom Gebäudeinneren habe er sich aus Sicherheitsgründen noch kein Bild machen können. Aber auch Anlagen sind vernichtet worden. Die Brandstelle sei versiegelt worden. Die Polizei teilte am Sonntag mit, dass die Ermittlungen der Brandursache laufen. Derzeit stehe nicht fest, was den Großbrand ausgelöst hat.
Ihm gehe es den Umständen entsprechend gut, sagt Daxenberger. Er sei den Einsatzkräften dankbar, es seien so viele Menschen vor Ort gewesen.