Rosenheim/Laufen – Ein 49-jähriger Mann wurde vom Amtsgericht Laufen wegen Betrügereien in über 100 Fällen zu einer zweieinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Dem nigerianischen Staatsangehörigen, der zuletzt im Landkreis Berchtesgadener Land gewohnt hat, waren Ermittler der Bundespolizei in Rosenheim auf die Schliche gekommen.
Der Mann hatte nach Auskunft der Bundespolizei mit dem Verkauf von Bahnfahrkarten illegale Geschäfte gemacht. Demnach war es ihm gelungen, mit den Daten widerrechtlich erlangter Kreditkarten Online-Tickets der Bahn zu veräußern oder gebuchte Fahrten zu stornieren.
Die jeweiligen Erlöse transferierte er mithilfe falscher Personalien aus einem gefälschten britischen Pass auf ein ausländisches Konto. In über 100 Betrugsfällen entstand so ein Schaden von rund 10000 Euro.
Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung Ende Juli vergangenen Jahres stießen die Bundespolizisten auf mehrere Datenträger, mit deren Hilfe das kriminelle Vorgehen nachvollzogen werden konnte. Der Mann wurde bereits im vergangenen Jahr auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein in Untersuchungshaft genommen. Das Laufener Amtsgericht betrachtete es nun als erwiesen an, dass die Ticket-Geschäfte des Angeklagten eine Betrugsmasche darstellen und verurteilte ihn zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe – ohne Bewährung. re