Kleinholz: Bei Bad Endorf und in vielen anderen Orten räumte die Polizei Bäume von der Straße. Foto Ammelburger
Rosenheim – Keine Verletzten, viele Verspätungen: Das Unwetter am Dienstag erwies sich als gnädiger als nach den Vorhersagen befürchtet. Sturmtief Petra hat vor allem Bahnkunden getroffen. Zwölf Zugausfälle meldete allein ein Sprecher der SOB, betroffen waren die Verbindungen nach Freilassing, Passau, Landshut und Traunstein. Die Strecke zwischen Mühldorf und Rosenheim war den Vormittag über gesperrt, nachdem bei Ramerberg ein Triebwagen bei niedrigem Tempo in einen umgestürzten Baum gefahren war. Generell hatte die Bahn aufgrund der hohen Windstärken am Morgen die Geschwindigkeit der Züge gedrosselt, wodurch es auf allen Strecken zu erheblichen Verspätungen kam. Davon waren die Pendler von und nach München betroffen. Auch beim Meridian kam es zu Ausfällen und Verspätungen.
In der Gemeinde Brannenburg stellte die Bundespolizei den Strom ab, da der Sturm ein Blechdach eines Bahnhof-Nebengebäudes abzureißen und in die Oberleitung zu drücken drohte. „Es waren jeweils nur einzelne Gleise gesperrt; auf den anderen lief der Zugverkehr weiter. Bis 10.40 Uhr konnten alle Gleise wieder für den Zugverkehr freigegeben werden“, teilte ein Sprecher der Bahn mit. Im Abschnitt Grafing¨– Kirchseeon sorgte ein Baum in der Oberleitung für Verzögerungen.
In der Berger Straße bei Eiselfing im Landkreis Rosenheim überfuhr der Fahrer eines Kleinlasters gegen 5.30 Uhr einen plötzlich umstürzenden Baum. Während das Fahrzeug schwer beschädigt wurde, blieb der Fahrer unverletzt. Die Feuerwehr räumte die Straße und säuberte sie von ausgelaufenem Öl. Schwierig gestalteten sich die Aufräumarbeiten an der Steilstrecke der Mühlauer Straße in Kiefersfelden, wo der Sturm viele Bäume umriss.
„Gott sei Dank keine Verletzten“, meldete ein Sprecher der Polizei, der von 50 Einsätzen der Beamten im Landkreis Rosenheim sprach. Mit Sturmeinsätzen und Hilfe gegen Hochwasser kam die Feuerwehr im Landkreis auf rund 80 Einsätze. 30 Wehren mit rund 600 Mann seien beteiligt gewesen, sagte Kreisbrandrat Richard Schrank.
Laut Mühldorfs Kreisbrandrat Harald Lechertshuber wurden die Feuerwehren im Landkreis Mühldorf ab 6 Uhr morgens zu über 30 Einsätzen gerufen. 24 Wehren waren im Einsatz. „Das waren keine großen Angelegenheiten, zu fast 100 Prozent mussten umgestürzte Bäume von Straßen und Gehwegen entfernt werden“, sagte Lechertshuber.Michael Weiser