Wo in der Region närrisch gefeiert wird

von Redaktion

Am heutigen unsinnigen Donnerstag beginnt traditionell das Faschingsfinale in der Region. Nachfolgend eine Übersicht über die größeren Veranstaltungen im Freien, die das närrische Volk bis zum Faschingsdienstag noch besuchen kann.

Unsinniger Donnerstag

Wasserburg: Traditionell steht Wasserburg am heutigen unsinnigen Donnerstag – auch bekannt als „UDo“ – Kopf: Die Lederer Gmoa, die Stadtgarde und der Faxnclub laden zum unsinnigen Treiben in die Altstadt ein. In der Hofstatt baut die Wasserwacht eine Bar auf. Von 20 bis 24 Uhr legt DJ Tommy in der Herrengasse auf, im Zelt am Gries wird bis 2 Uhr gefeiert.

Prien: Rund geht es am heutigen unsinnigen Donnerstag ab 17 Uhr auf dem Wendelsteinparkplatz in einem beheizten Zelt mit der Faschingsgesellschaft Prienarria. Tagsüber stattet die Garde mit dem Prinzenpaar verschiedenen Priener Geschäften einen Besuch ab, abends wird dann gefeiert. Der Zutritt zum Gelände wird aus Jugendschutzgründen überwacht.

Traunstein: Traditionsgemäß stürmen die Narren der Veitsgroma Zunft am heutigen Unsinnigen Donnerstag das Traunsteiner Rathaus. Ab 16 Uhr übernehmen sie für die närrische Zeit das Zepter in der Großen Kreisstadt.

Faschingssamstag

Rosenheim: Am Faschingssamstag macht die Rosenheimer Faschingsgilde die Innenstadt unsicher. An insgesamt sieben Standpunkten, zwischen Grüner Markt, Max-Josefs-Platz, Atrium und Fischküchen zeigen sie ihr Marschprogramm. Beginn ist um 11 Uhr vor dem Wirtshaus zum Johann Auer.

Breitbrunn/Gstadt: Unter dem Motto „Gretas Klimaspiele für die ganze Familie“ wird am Gstadter Dampfersteg Fasching gefeiert. Vier Ortsvereine laden am Faschingssamstag, 22. Februar, ab 14 Uhr dazu ein. Im Anschluss findet im Gstadter „Steghouse“ eine Party mit Barbetrieb statt. DJ Mezga verwöhnt die Gäste mit stimmungsvoller Musik. Veranstaltet wird das närrische Treiben von den Feuerwehren Breitbrunn und Gstadt, dem Trachtenverein Breitbrunn sowie der SKK Gollenshausen.

Unterwössen: Geschichte, Tradition und Brauchtum leben mit dem traditionellen Seeräuberspiel Wössen am Faschingssamstag wieder auf. Die Zugaufstellung beginnt ab 13.30 auf den Parkplätzen beim Alten Bad. Start des Triumphzugs (bestehend aus zwei Zügen) ist um 14.14 Uhr. Er setzt sich über die Hauptstraße in die Dorfstraße, weiter zur Schulstraße und über die Hauptstraße zurück zum Alten Bad in Bewegung. Ab 15.15 Uhr werden im Musikpavillon die historischen Tänze aufgeführt. Anschließend wird im Alten Bad ein „Zigeunerlager“ mit Barbetrieb aufgeschlagen. Musikalisch umrahmt wird das Seeräuberspiel von den Musikkapellen Wössen und Schleching. Ab 21 Uhr übernimmt die Formation „Zünd Up“ das Zepter.

Traunstein: Am Traunsteiner Faschingszug ziehen wieder zahlreiche bunt geschmückte Wagen, begleitet von Tanzgruppen, durch die Innenstadt. Beginn ist am Faschingssamstag, 22. Februar, um 14 Uhr am Festplatz an der Siegsdorfer Straße. Im Anschluss findet am Stadtplatz eine Open-Air-Party der Veitsgroma-Zunft statt.

Oberaudorf: Der Nachtfaschingszug, veranstaltet vom Wintersportverein WSV, will am Faschingssamstag, 22. Februar, ab 19 Uhr die 80-er Jahre wiederbeleben. Zweimal zieht der Zug durch das Dorf und endet im bunten Faschingstreiben auf dem Rathausplatz. Ab 20 Uhr startet dann im Kursaal der legendäre WSV-Ball.

Hemhof: Zum Dorffasching rund ums Feuerwehrhaus in Hemhof bei Bad Endorf lädt die Hemhofer Laienbühne am Faschingssamstag, 22. Februar, ab 13.30 Uhr. Das Motto lautet „Des Jahr werd ois anders! Weihnachtlicher Fasching“. Für Dreier-Gruppen wird ein Gaudi-Wettbewerb angeboten.

Faschingssonntag

Bad Aibling: Der Faschingszug in Bad Aibling setzt sich am Faschingssonntag, 23. Februar, um 13.33 Uhr am Marienplatz in Bewegung. Doch das bunte Treiben beginnt bereits vorher. Ab 12.45 Uhr treten die Kinder-, Jugend- und Erwachsenengarde mit ihren sowie das Prinzenpaar mitten im Aiblinger Zentrum auf. Musikalische Umrahmung der Party übernehmen die „Mangfoi Briada“.

Wildenwart: Das dritte internationale Ochsenrennen veranstaltet die Feuerwehr auf der Rennbahn an der Wildenwarter Kirche am Faschingssonntag, 23. Februar, pünktlich um 13 Uhr. Elf Starter haben sich für den großen Preis von Wildenwart gemeldet. Nach dem Rennen treffen sich dann alle Teilnehmer und Zuschauer um 20 Uhr zum Ochsenball im Feuerwehrhaus.

Bad Endorf: Bunt wird es am Faschingssonntag, 23. Februar, beim Faschingszug mit Faschingstreiben der Bad Endorfer Faschingsgilde in der Marktgemeinde Bad Endorf. Los geht‘s ab 14 Uhr. Der Zugverlauf führt von der Chiemseestraße bis zur Kirche, ab 16 Uhr wird dann mit einem großen Zelt am Bauernmarkt gefeiert.

Wasserburg: Die Lederer Gmoa als Veranstalter des Faschingszuges erwartet am Faschingssonntag, 23.Februar, – je nach Wetterlage – 3000 bis 8000 Gäste in der Altstadt. Über 35 Gaudigruppen haben sich angemeldet. Wagen und Fußvolk ziehen um 14 Uhr los am Altstadtbahnhof. Im Zelt am Gries tanzen und schunkeln die Narren bis Mitternacht.

St. Wolfgang – St. Wolfgang präsentiert sich am Sonntag, 23. Februar, wieder als Faschingshochburg. Zum 30. Mal findet in der Hofmark das Faschingstreiben statt. Zum achten Mal gibt es einen Umzug. Zwei Kapellen werden den Zug begleiten. Bisher sind von mehr als 25 feste Zusagen von Gruppen eingegangen. Ab 12.30 Uhr spielt der Isentaler Schalmeien-Express e.V. Dorfen rund um die Hofmark. Um 13 Uhr werden sich die Gruppen und Wägen von der Wasserburger Straße aus in Bewegung setzen. Im Anschluss geht das bunte Treiben in der Hofmark weiter.

Rosenmontag

Kolbermoor: Traditionell stattet am Rosenmontag, 24. Februar, der gesamte Hofstaat dem Kolbermoorer Rathaus einen Besuch ab. Das Kolbermoorer Prinzenpaar mit Melanie I., bezaubernde Schönheit aus dem Reich der Fitness-Götter und Stephan II., kämpfender Herrscher über das Feuer und die edlen Kutschen, gibt sich die Ehre. Es werden auch das Kolbermoorer Kinder-Prinzenpaar mit der Kinder- und Jugendgarde wieder mit von der Partie sein. Das Show-Programm startet gegen 11.45 Uhr auf dem Rathausplatz.

Bad Feilnbach: In Au findet am Rosenmontag der erste Auer Kinderfaschingszug des Trachtenvereins „Immergrün Au” mit anschließendem Faschingstreiben statt. Treffpunkt ist bei Familie Hemeter in der Heubergstraße 15. Der Faschingszug setzt sich ab 13.13 Uhr über den Spitzsteinweg in die Hochsalwandstraße und zurück über die Heubergstraße in Bewegung. Alle Kinder dürfen mit selbstgebauten Fahrzeugen ohne Motor oder zu Fuß teilnehmen. Bei schlechtem Wetter wäre der Faschingsdienstag der Ausweichtermin.

Seeon: Mit heißen oder kühlen Getränken gewappnet ist man für die Rosenmontagsgaudi in Seeon: Die Schneebar beim „Alten Wirt“ öffnet ab 14 Uhr. Kinder erwartet ein Gaudiwurm und Erwachsenen fetzige Musik, die zur Einstimmung für den Abend genutzt werden kann: Ab 18 Uhr tritt im beheizten Partyzelt eine Liveband auf, die für Faschingslaune sorgt. An zwei Theken herrscht zudem Barbetrieb. Einlass am Abend ist ab 18 Jahren. Veranstaltet wird die Rosenmontagsgaudi vom Burschenverein „Seerose“ Seeon.

Faschingsdienstag

Haag: Der Haager Faschingszug rollt am Faschingsdienstag, 25. Februar, zum Ausklang der Narrensaison. Ab 12 Uhr mittags erfolgt die Aufstellung am Haager Einkaufspark (HEP) in der Schäfflerstraße. Um 14 Uhr setzt sich der Faschingszug mit Fußgruppen und Wägen vom Volksfestplatz aus Richtung Haager Zentrum in Bewegung. Knapp eine Tonne Süßigkeiten werfen die Haager Narren von den Wägen. Die Faschingsparty im Zelt der Faschingsgemeinschaft Haag auf dem Bräuhausplatz läuft anschließend mit mehreren DCs bis 22 Uhr.

Rosenheim: Bei der Faschingsveranstaltung auf dem Max-Josefs-Platz geht es am Faschingsdienstag noch einmal rund. Beginn ist um 12.30 Uhr. Um 14.10 Uhr zeigt die Faschingsgilde ihr Marschprogramm. Um 15.50 Uhr reist die Mannschaft der „Rosalia“ noch einmal ins Weltall und zeigt ihre Show „Outer Space – Rosenheim entdeckt neue Galaxien“. Ab 19 Uhr beginnt dann der Kehraus beim Gasthof Höhensteiger in Westerndorf St. Peter.

Prutting: Faschingstreiben ist am Faschingsdienstag, 25. Februar, ab 14 Uhr im Pruttinger Dorfstadel. Geplant ist unter anderem ein Aufitritt der Pruttinger Garde sowie der Garde aus der Kastenau bei Rosenheim. Ab 20 Uhr feiern dort die Pruttinger Narren auch den traditionellen Kehraus. Einlass ist bereits am 19 Uhr. Hier wird das amtierende Prinzenpaar letztmalig seinen Walzer zeigen.

Reit im Winkl: Eine große Faschingsgaudi findet am Faschingsdienstag, 25. Februar, am Rathausplatz statt. Beginn ist um 11 Uhr an der Faschingsbar mit Bosna-Grill. Ab 13 Uhr steigt die Faschingsparty und ab 14 Uhr setzt sich der Faschingsumzug durch die Ortsmitte in Bewegung. Die Fete wird ab 15 Uhr fortgesetzt. Ein DJ heizt mit Partyhits ein.

Schleching: Zur Faschingsgaudi lädt der Verein Schlechinger Murmeltiere am Faschingsdienstag, 25. Februar. Beginn ist um 13.13 Uhr am Dorfplatz in Schleching. Das Motto lautet „Fluch der Karibik“. Besucher können sich unter anderem auf eine Faschingsgarde, ein Kasperltheater und eine Feuershow freuen. Für Essen und Trinken wird gesorgt.

Kiefersfelden: Mit einem großen Faschingstreiben auf dem Vorplatz des Innsola endet am Faschingsdienstag, von 13 bis 17 Uhr, der Fasching in Kiefersfelden. Rund ums Rathaus wird ein lustiges Kinderprogramm geboten. Für Musik und Bewirtung ist gesorgt. Veranstalter ist die Gemeinde Kiefersfelden.

Tipp der Experten: Lieber keinen Prinzen küssen

Der Höhepunkt des Faschings steht kurz bevor. Viele Menschen werden gemeinsam auf Bällen, Umzügen und in Kneipen feiern. Doch bei aller Freude machen sich in diesem Jahr auch viele Gedanken um ihre Gesundheit.

Zwar gibt es keine bekannten Fälle des Coronavirus im Landkreis, allerdings ist die Zahl der Grippekranken in diesem Jahr so hoch wie zuletzt im Winter 2017/18: „Seit Beginn des Jahres gibt es allein 400 gemeldete Fälle, wobei Grippe für Ärzte nicht meldepflichtig ist. Somit kann es in der Realität deutlich mehr Infizierte geben,“ sagt Michael Fischer, Sprecher des Landratsamtes Rosenheim. Auch jetzt sei eine Grippeimpfung noch sinnvoll, so Fischer. Außerdem seien grundsätzliche Hygieneregeln hilfreich, unterstreicht der Pressesprecher: regelmäßiges Händewaschen mit Seife und die Verwendung von Einwegtaschentüchern, die nach Gebrauch sofort entsorgt werden. Ist kein Taschentuch zur Hand, sollte man in die Armbeuge niesen und sich im Zweifel von anderen Menschen abwenden. Zudem sollte man Kontakt zu bereits erkrankten Menschen meiden.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt außerdem, keine Gläser oder Besteck zu teilen. Auch Schminke kann Viren und Bakterien von Mensch zu Mensch weitergeben. Gleiches gilt natürlich für den direkten zwischenmenschlichen Kontakt. Auch hier ist im Zweifel Abstand zum Gegenüber empfehlenswert.Heidi Geyer

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