Rosenheim/Traunstein – Fast spurlos ist das Sturmtief „Sabine“ am gestrigen Montag an der Region vorbeigezogen. „Es war ganz entspannt“, sagte beispielsweise Kreisbrandrat Richard Schrank. Insgesamt hatten die Wehren im Kreis sturmbedingt laut Schrank 30 Einsätze zu verzeichnen. Wobei zumeist größere Äste den Verkehr auf den Straßen behinderten. In Eiselfing mussten die Retter zudem bei einem Wohnhaus anrücken, nachdem eine Böe mehrere Ziegel vom Dach geblasen hatte.
Ähnliche Zahlen hatte Hans Meyrl, Amtsleiter Brand- und Katastrophenschutz in der Stadt Rosenheim, zu vermelden. Insgesamt habe bei der Integrierten Leitstelle für den Kreis Rosenheim, der keinen Katastrophenfall ausgelöst hatte, 47-mal aufgrund des Sturms das Telefon geklingelt.
Dass es trotzdem sinnvoll war, bereits im Vorfeld Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen – die Stadt Rosenheim hatte beispielsweise vorsorglich Parkanlagen gesperrt – zeigte sich auf der Herreninsel, die ebenfalls für Besucher gesperrt worden war. Dort waren nach Angaben der Schlösserverwaltung einige Ziegel von den Dächern der Stallungen gefallen. Zudem hatte eine umgestürzte Esche das Wasserhäuschen nur knapp verfehlt. „Die Aufräumarbeiten werden Tage in Anspruch nehmen“, teilte Konstantin Buchner von der Schloss- und Gartenverwaltung mit. Insgesamt verzeichneten die Wehren im Kreis Traunstein 46 Einsätze. sen/mw