Rosenheim/Traunstein – Sturmtief Sabine hat der Region in der Nacht auf gestrigen Dienstag eine Zugabe gegeben – doch auch die lief nach Angaben von Rettungskräften ohne größere Schäden ab. „Der Einsatzschwerpunkt im Landkreis Rosenheim lag zwischen 3 und 9 Uhr“, sagte Kreisbrandrat Richard Schrank gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. In diesem Zeitraum hätten die Wehren rund 25 bis 30 sturmbedingte Einsätze registriert. „Zumeist ging es dabei um Äste, die Straßen blockiert haben“, hatte der Kreisbrandrat zu berichten, wobei sich der Einsatzschwerpunkt auf den nordöstlichen Teil des Landkreises bezogen habe. Schrank: „Im Großen und Ganzen sind wir aber Gott sei Dank sehr gut weggekommen.“
Durch eine heftigere Böe weggekommen ist in der Nacht auf Dienstag beispielsweise ein hölzernes Bus-Wartehäuschen in Fuchstal bei Albaching. Der Sturm hatte das kleine Gebäude aus der Verankerung gerissen und umgeworfen, wobei es letztlich auf dem Dach zum Liegen kam. Zudem konnte ein Stromausfall im Großraum Haag (Kreis Mühldorf), von dem am Montag zwischen 11 und 22 Uhr rund 11000 Haushalte betroffen waren, auf das Sturmtief zurückgeführt werden. So hätten nach Angaben von Dr. Ulrich Schwarz, Geschäftsführer der Kraftwerke Haag, vermutlich Sturmschäden an Oberleitungen zum Ausfall des Stroms geführt.
Nicht in den Oberleitungen, dafür aber auf zahlreichen Straßen hatten Bäume im Kreis Traunstein in der Nacht auf Dienstag für Behinderungen gesorgt. So hatte ein umgestürzter Baum beispielsweise die Kreisstraße TS26 bei Tettenhausen blockiert. In der Stadt Traunstein mussten die dortigen Einsatzkräfte insgesamt 16- mal zwischen 3 und 5 Uhr ausrücken, um beispielsweise Mülltonnen zu entfernen, die der Wind auf die Straßen geschleudert hatte. Die Garten- und Schlösserverwaltung Herrenchiemsee hatte aus Sicherheitsgründen die Museumsobjekte auf der Insel auch am gestrigen Tag nochmals für die Besucher gesperrt.
Auch beim Zugverkehr gab es am gestrigen Mittwoch noch Einschränkungen – allerdings nur auf der Strecke zwischen Rosenheim und Mühldorf. Dort hatten Bäume auf den Gleisen einen Zugverkehr zunächst unmöglich gemacht. Doch auch dort hieß es ab Mittag wieder: Freie Fahrt für die Bahn. pm/mw