Kufstein/Kiefersfelden – Die jüngste Lkw-Dosierung ist erst am Montag mit Rückstaus bis Bad Aibling zu Ende gegangen, schon hat das österreichische Bundesland Tirol angekündigt, im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres an 15 Tagen Lastwagen nur blockweise über die deutsch-österreichische Grenze lassen.
„Seit zwei Jahren bestätigen sich die Blockabfertigungen als unverzichtbare Notmaßnahme, um die Verkehrs- und Versorgungssicherheit an besonders kritischen Tagen in Tirol zu gewährleisten“, sagte der Tiroler Landeschef Günther Platter laut einer Mitteilung. „Wir führen damit den Kampf gegen den Transitverkehr mit aller Konsequenz fort und stellen uns damit schützend vor die transitgeplagte Tiroler Bevölkerung.“ Die Blockabfertigung ist unter anderem an allen Montagen im Juli, dem Montag nach dem Tag der Deutschen Einheit und allen Donnerstagen im November vorgesehen.
Die Bekanntgabe des Blockabfertigungs-Kalenders erfolgt nur wenige Tage nach einem wenig harmonischen Treffen von Platter mit der EU-Verkehrskommissarin Adina Valean. Die Rumänin hatte Tirol scharf für Maßnahmen wie die Blockabfertigung kritisiert. Gestern erhielt Platter nun Rückendeckung vom österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz: „Ich teile das Unverständnis von Landeshauptmann Platter in allen Belangen. Sich auf die Moderationsrolle zu berufen, ist eindeutig zu wenig. Die Europäische Kommission muss endlich Lösungen präsentieren“, sagte Kurz. dpa