Rosenheim – Zu schnelles Fahren und Alkohol verursachen nach wie vor die meisten Unfälle. Das geht aus der Unfallbilanz des Polizeipräsidium Oberbayern Süd für das Jahr 2019 hervor. Besonders tragisch: In Stadt und Landkreis Rosenheim, im Landkreis Traunstein sowie im Landkreis Mühldorf verloren insgesamt 37 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben.
Weniger Tote im
Kreis Rosenheim
Im Landkreis Rosenheim waren die Todesfälle nach Angaben des Polizeipräsidiums leicht rückläufig: Waren es in 2018 noch 17 Personen, die bei Unfällen ihr Leben lassen mussten, starben im vergangenen Jahr 15 Menschen bei Verkehrsunfällen. Auch im Landkreis Mühldorf sank die Zahl von elf auf acht Tote. Im Landkreis Traunstein hingegen stieg die Zahl von zwölf auf 14 getötete Menschen durch Verkehrsunfälle. im Rosenheimer Stadtgebiet ließen zwei Menschen ihr Leben, im Jahr davor gab es dort keine Toten zu beklagen.
7345-mal hat es im Jahr 2019 im Landkreis Rosenheim gekracht. Hier sind die Verkehrsunfälle nach Angaben des Polizeipräsidiums um 0,5 Prozent leicht gesunken. Anders in der Stadt Rosenheim, im Landkreis Traunstein und im Landkreis Mühldorf: In diesen Regionen sind die Unfälle um 2,1 und 1,5 Prozent leicht angestiegen, in Mühldorf sogar um 4,4 Prozent.
Ein unterschiedliches Bild in den verschiedenen Regionen ergibt sich bei der Anzahl der bei Unfällen verletzten Personen: Im Landkreis Traunstein ist die Zahl der Verletzten im Vorjahr um rund ein Zehntel gesunken, im Landkreis Mühldorf sogar um 14,8 Prozent. Auch im Landkreis Rosenheim sind die Zahlen der Verletzten in 2019 um 5,2 Prozent gesunken, Ganz anders in der Stadt Rosenheim. Hier verletzten sich sogar 6,8 Prozent mehr Menschen bei Verkehrsunfällen.
Das Polizeipräsidium ging in ihrer Bilanz zudem auf die Hauptrisikogruppen und Unfallursachen im kompletten Zuständigkeistbereich, das insgesamt neun Landkreise sowie die kreisfreie Stadt Rosenheim umfasst, ein. Besonders gefährlich ist der Straßenverkehr nach Angaben der Ordnungshüter nach wie vor für Motorradfahrer. Wie bereits im Jahr 2018 kamen 21 Motorradfahrer bei Unfällen ums Leben. Die Zahlen von getöteten Fußgängern und Radfahrern sind hingegen leicht gesunken.
Bei schweren Unfällen ist nach Angaben der Polizei nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache. Rund ein Drittel der Verkehrstoten gehe auf das Konto von Rasern. Neben zu schnellem Fahren ist der Einfluss von Alkohol und Drogen Ursache von zahlreichen, besonders auch den schweren Unfällen. Auch im Jahr 2019 wurden im gesamt Dienstgebiet des Polizeipräsidiums 1831 Personen mit Alkohol am Steuer sowie 867 Menschen unter Drogeneinfluss bei Kontrollen erwischt.
Nach wie vor ein großes Ärgernis für Polizei und Betroffene sind Unfallflüchtige. Von 8353 Unfällen im Zuständigkeitsbereich, 2,3 Prozent mehr als in 2018, entfernten sich die Verursacher widerrechtlich. Heidi Geyer