Bergen – Die seit 8. Januar vermisste Manuela K. ist tot. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Anfrage bestätigte, gehen die Beamten davon aus, dass die Frau gewaltsam zu Tode kam. Eine verdächtige Person befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Die Leiche der Frau soll im südlichen Landkreis Traunstein aufgefunden worden sein.
Die 59-jährige Manuela K. aus Bergen verschwand unter mysteriösen Umständen. Mit ihrem weinroten Opel Insignia wurde Manuela K. in ihrer Heimat zuletzt gesehen. Seitdem galt sie als vermisst. Aus ihrem näheren Umfeld hieß es, dass sie nach Österreich fahren wollte.
In dem Ortsteil von Bergen, in dem Manuela K. lebte, hatte sich die Nachbarschaft sehr gewundert, als plötzlich die Kriminalpolizei anrückte und die Wohnung der 59-Jährigen durchsuchte. Vor zwei Jahren sei sie von München nach Bergen gezogen, habe dort eine Wohnung in einem Mehrparteienhaus gekauft. Ihr verstorbener Ehemann sei Goldschmied gewesen, ihre Mutter leide an Demenz und lebe in einem Heim in Siegsdorf, heißt es in Bergen. Da sich Manuela K. stets sehr um ihre Mutter gesorgt haben soll, haben viele Bergener einen Suizid von Manuela K. ausgeschlossen. Sie wurde als selbstbewusster und offener Mensch beschrieben. Sie war eine große, sportliche und sehr gepflegte, elegante Frau. Auf ihrem Balkon habe sie bei gutem Wetter den Blick auf die Berge genossen.
Nach der Vermisstenmeldung startete die Polizei eine Suchaktion. Im Zentrum stand das Auto, der weinrote Opel Insignia. Dazu meldete sich ein Zeuge und gab der Polizei den entscheidenden Tipp: Der Wagen von Manuela K. wurde schließlich im Norden von Traunstein im Bereich Haidforst gefunden. Die rechte Seite des Autos war stark beschädigt, sodass die Ermittler davon ausgingen, die Gesuchte habe einen Unfall gehabt.
In diesem Zusammenhang startete die Polizei einen erneuten Zeugenaufruf. Weitere Suchaktionen aufgrund neuer Hinweise folgten im Umkreis von Bergen und Traunstein sowie in den umliegenden Waldstücken und im Bergener Moos. Diese blieben jedoch erfolglos und Manuela K. weiter verschollen.
Welche Hintergründe hinter dem möglichen Verbrechen an Manuela K. stecken, dazu wollte sich die Polizei bislang nicht äußern. Nähere Informationen zum bisherigen Ermittlungsstand kündigen die Beamten für heute Vormittag in Traunstein an. Dabei sein werden auch die Staatsanwaltschaft und Kriminaldirektor Hans-Peter Butz, Leiter der eigens eingerichteten Soko „Manuela“.Tib, sm, MC