„Corinna“: Die Antwort auf Corona

von Redaktion

Sie heißt „Corinna“ – und beantwortet nahezu alle Fragen rund um das neuartige Coronavirus. Das ist zumindest das Ziel ihres Gründers Tobias Jonas, Geschäftsführer der Rosenheimer IT-Firma Innfactory. Sie haben den Chatbot kreiert – und er ist bereits viel gefragt.

Rosenheim – Die Gerüchteküche brodelt, Fake News verbreiten sich in Windeseile – und die Unsicherheit, aber auch das Informationsbedürfnis ist in Zeiten der Corona-Krise groß.

Das sieht auch Tobias Jonas (28), Gründer und Geschäftsführer des Rosenheimer Start-ups Innfactory – und er wollte dem mit seinem Know-how entgegenwirken. Gesagt, getan: Er rief „Corinna“ ins Leben – ein Corona-Chatbot.

Antworten erfolgen
automatisch

Was dahintersteckt? Ein Online-Tool, zu finden auf Facebook, aber auch auf dem Portal OVB-Online, das Antworten gibt. Und zwar auf sämtliche Fragen rund um Corona. Schnellst- und bestmöglich. Das Prozedere: Frage ins Textfeld eingeben, senden – und die Antwort erfolgt automatisch. Sofern sie „Corinna“ bereits kennt.

Ansonsten wird nachgebessert. Denn der Bernauer, dessen Firma im „Stellwerk18“ in Rosenheim angesiedelt ist, hat es sich in den vergangenen Tagen seit dem Entstehen von „Corinna“ zum Sport gemacht: Den Chatbot ständig auf den neuesten Stand zu bringen, mit weiteren Infos anzureichern und das System somit auf so viele Fragestellungen wie nur möglich zu trainieren.

Wie das geht? Der Bot wird mit einer Hülle und Fülle an Informationen gefüttert – und auf Fragestellungen, Schlagworte und Wahrscheinlichkeiten optimiert.

Den Anfang machten dabei die FAQs (Sammlung meist gestellter Fragen) des Robert-Koch-Instituts. „Darin sind die wichtigsten Antworten enthalten“, erklärt Tobias Jonas, der den Chatbot sozusagen übers Wochenende aus dem Boden gestampft hat. „Die Idee entstand ganz spontan Freitagnachmittag, weil es eine Menge Fragen rund um das Coronavirus gibt und bekanntlich die Hotlines und Telefonangebote überlastet sind“, gibt der Gründer Einblick.

Erfahrung haben Tobias Jonas und sein Team, das aus insgesamt acht Mitarbeitern besteht, bereits: Sie haben ein ähnliches Projekt für die Volksbank-Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee realisiert – „Laura“, ein Chatbot, der bei Fragen rund um die Bau- und Immobilienfinanzierung Antworten gibt.

Dieses Know-how, das sie aus ihrer Produktidee „Laura“ hatten, wollten Jonas und sein Team nun „nützlich verschenken“, wie es der Firmengründer nennt – und beim Schließen von Wissenslücken rund um das neuartige Virus behilflich sein. Mit seriösen Quellen, darauf legt Tobias Jonas großen Wert.

Die Resonanz:
Durchweg positiv

Die Resonanz auf das Projekt, das Anfang der Woche online gegangen ist: ausschließlich positiv, bekräftigt der Gründer. Der Facebook-Auftritt habe bereits viele Fans gefunden, die Fragen häuften sich. Und sehr zur Freude von Tobias Jonas kämen auch Fragesteller, die nicht umgehend eine Antwort erhalten konnten, auf das Portal zurück – um Stunden später zufriedengestellt werden zu können. „Die User sind dann ganz überrascht, wenn wir ,Corinna‘ schon nachtrainiert haben und sie plötzlich Antworten erhalten.“

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