Drama in Vogtareuth: Viele offene Fragen

von Redaktion

Ermittlungen dauern noch an

Vogtareuth – Vor dem Haus haben Nachbarn Blumen abgelegt, Grablichter brennen, auf einem selbst gebastelten Papierherz ist zu lesen: „Wir werden Euch nie vergessen.“ Die Menschen nehmen Anteil an der Tragödie, die sich in Vogtareuth in der Nacht auf Freitag abgespielt hat. Auch Tage danach sitzt der Schock tief. Ramona F., 36 Jahre alt, Ausbilderin bei der Bundespolizei in Rosenheim, und ihre zwölf und zehn Jahre alten Töchter sind tot. Noch am Freitag hatte die Polizei bestätigt, dass vieles darauf hindeutet, dass die Frau ihre Kinder gewaltsam getötet hat und sich anschließend selbst das Leben nahm. „Alles weitere werden die Ermittlungen ergeben, die noch einige Tage andauern werden“, sagte am Sonntag Martin Emig, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim, auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Die Leichen seien noch am Freitag in München obduziert worden. „Nun werden die Ergebnisse der Obduktion mit den Erkenntnissen der Spurensicherung vom Tatort abgeglichen“, sagt Emig. Unter anderem gibt es bis dato keine Antwort auf die Frage, ob es sich bei der Tatwaffe um die Dienstpistole der Bundespolizistin handelt.

Und dann gilt es natürlich die Hintergründe der Tragödie zu klären. Denn nicht nur in Vogtareuth, sondern weit darüber hinaus beschäftigt die Menschen die Frage, wie es überhaupt soweit kommen konnte. Wolfgang Haserer

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