Felix Schwaller bleibt CSU-Fraktionssprecher

von Redaktion

Huber wohl Favorit für Amt des ersten Landrats-Stellvertreters

Rosenheim – Am 1. Mai tritt der neu gewählte Landrat Otto Lederer (CSU) sein Amt an, zudem beginnt die sechsjährige Amtsperiode des neuen Kreistags. Die CSU-Kreistagsfraktion hat jetzt erste personelle Entscheidungen getroffen. CSU-Kreisvorsitzender Klaus Stöttner bestätigte im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen, dass sie sich darauf verständigt habe, dass der aus dem Amt scheidende Bad Aiblinger Bürgermeister Felix Schwaller ihr Sprecher bleibt. Sein Stellvertreter ist Bezirksrat Sebastian Friesinger aus Albaching. Als Schatzmeister fungiert der künftige Bad Aiblinger Rathauschef Stephan Schlier, Katharina Hüls aus Brannenburg als Schriftführerin.

Was Lederers Stellvertreter betrifft, will sich Stöttner nicht an Personalspekulationen beteiligen. „Wir haben Otto Lederer beauftragt, in entsprechende Verhandlungen einzutreten. Wir kommen vor der konstituierenden Kreistagssitzung im Mai nochmals zusammen und legen uns dann fest, wen wir unterstützen“, so Stöttner.

Zurückhaltung des Kreisvorsitzenden hin oder her. Nicht nur in CSU-Kreisen wird hinter vorgehaltener Hand bereits kolportiert, dass man sich auch mit Blick auf den ersten Stellvertreter des Landrats Kontinuität gut vorstellen kann. Das heißt, der Babenshamer Bürgermeister Josef Huber soll es noch einmal machen. Die Chancen, dass er im Gremium eine Mehrheit findet, dürften nicht schlecht stehen, hat er doch das Landratsamt seit dem schweren Unfall von Landrat Wolfgang Berthaler im Sommer 2018 faktisch bereits geführt – parallel zur Ausübung der Bürgermeister-Tätigkeit in seiner Heimatgemeinde. Dafür wurde ihm in der letzten Sitzung des bisherigen Kreistags fraktionsübergreifend Respekt gezollt. „Ausgesprochen gut“ nennt Stöttner Hubers Amtsführung, wenngleich er nicht offiziell bestätigen möchte, dass er der klare Favorit der CSU für das Amt des ersten Stellvertreters ist.

Wenn Lederer bei Sepp Hofer, dem bisherigen Fraktionssprecher der Freien Wähler im Kreistag, anklopft, findet er für diese Personalie jedenfalls volle Unterstützung. „Der hat eine hervorragende Arbeit gemacht“, sagt Hofer.

Zurückhaltender äußert er sich zu seinen eigenen Ambitionen. Dennoch: Wenn gewünscht, bleibt er Fraktionssprecher der Freien Wähler. Sollte er gefragt werden, ob er einer von Lederers Stellvertretern werden möchte, würde er auch hierfür zur Verfügung stehen.

Eines ist für den FW-Kreisrat klar. „Wir sind bisher mit vier Stellvertretern gut gefahren und haben damit die Regionen des Landkreises abgedeckt. Mehr brauchen wir nicht.“ Ein Fingerzeig in Richtung jener, in deren Planspielen fünf Stellvertreter vorkommen. Eine Aufstockung böte die Möglichkeit, Huber ins Amt zu hieven und Bündnis 90/Die Grünen, Freien Wählern, SPD und Parteiunabhängigen dennoch einen Stellvertreter-Posten zu geben.

Bliebe es bei vier Vize-Landräten, ginge mindestens einer von ihnen auf jeden Fall leer aus. Dass der AfD und den im Kreistag vertretenen kleineren Parteien und Gruppierungen ohne eigenen Fraktionsstatus ein Stellvertreter-Posten angeboten werden könnte, gilt in gut informierten Politkreisen als ausgeschlossen. Norbert Kotter

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