Gescheiterte Landratskandidaten jetzt Pensionäre

von Redaktion

Rainer Auer und Jürgen Seifert haben als Ex-Bürgermeister im Hauptamt Anspruch auf 3355 Euro brutto monatlich

Landkreis – Mit 54 oder 57 Jahren ohne Abschläge in Pension? Davon mag manch ein Beamter träumen. Für kommunale Wahlbeamte ist das Realität. So sie mindestens zehn Jahre im Amt waren. Im Landkreis Rosenheim die prominentesten Beispiele dafür sind wohl Rainer Auer, 54 Jahre, Ex-Bürgermeister von Stephanskirchen, und Jürgen Seifert, 57 Jahre, Ex-Bürgermeister von Prien.

Beide sind seit 1.Mai ganz offiziell Pensionäre. So steht es im Gesetz über kommunale Wahlbeamte. Im Artikel 21. Dem Grunde nach steht einem berufsmäßigen Bürgermeister Versorgung zu, wenn er für die folgende Amtszeit nicht wieder für das gleiche Amt gewählt wird oder die Wiederwahl nicht annimmt und mindestens eine Amtszeit von zehn Jahren zurückgelegt hat. „Die Versorgung steht nach Ablauf der Amtszeit unabhängig vom Lebensalter zu“, bestätigt Sandra Schließlberger, stellvertretende Pressesprecherin des bayerischen Innenministeriums auf Nachfrage.

Sowohl Seifert wie Auer waren aufgrund der Größe ihrer Gemeinden in der Besoldungsgruppe B2, bekamen ein Bruttogrundgehalt von rund 7600 Euro. Allein in ihrer zwölfjährigen Amtszeit erwarben sie Ansprüche von 3355 Euro brutto monatlich. Dazu kommen laut Innenministerium noch die Ansprüche, die sie als Lehrer (Auer) und Kämmerer (Seifert) zuvor erwarben.

Gleiches gilt auch für alle anderen Bürgermeister im Landkreis, die vor Erreichen der Altersgrenze nach mindestens zwei Amtsperioden aufhörten, darunter Hubert Wildgruber aus Oberaudorf, Marinus Schaber aus Rott oder der Bürgermeistersprecher Gust Voit aus Amerang. Die allerdings mit A13 eine andere Besoldungsgruppe hatten und mit mindestens 2310 Euro in Pension gingen. syl

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