Bad Feilnbach – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Gemeinde Bad Feilnbach für eine Studie zum „Corona-Monitoring lokal“ ausgewählt. Insgesamt 2000 Menschen sollen bei der Untersuchung getestet werden. Die Studie startet voraussichtlich im Sommer.
Die Auswahl der Test-Personen erfolgt über ein Zufallsverfahren. Die Probanden werden vom RKI schriftlich eingeladen. Eine Bewerbung für die Teilnahme an der Studie ist nicht möglich. Die Teilnahme ist aber freiwillig.
Mit der Studie wollen Wissenschaftler des RKI herausfinden, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen das neuartige Coronavirus gebildet haben. Weiterhin soll erforscht werden, wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist, welche Menschen häufiger von Covid-19 betroffen sind und wie oft die Erkrankung so schwer verläuft, dass Menschen im Krankenhaus oder auf Intensivstationen behandelt werden müssen.
Bad Feilnbach zählt neben Aschau und Nußdorf zu den drei regionalen Hotspots im Landkreis Rosenheim mit insgesamt 158 Covid-19-Fällen. Bad Feilnbach kommt auf 19 Infizierte pro 1000 Einwohner. Einzig Nußdorf übertrifft diesen Wert mit 20 Fällen je 1000 Einwohner. Eine Ursache für die hohe Fallzahl dürfte in Bad Feilnbach die Covid-19-Welle im Altenheim St. Lukas gewesen sein, das in der Folge evakuiert wurde (Anfang April). 31 der insgesamt 41 Bewohner waren nachweislich infiziert und mussten teils in umliegende Kliniken eingeliefert werden. 24 Bewohner konnten inzwischen wieder zurückkehren. Mittlerweile ist auch die Steigerungsrate im Gemeindebereich auf einem moderaten Niveau mit zuletzt zwei Neuinfizierten innerhalb einer Woche. Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim vermeldet für Bad Feilnbach zudem 88 Genesene.
Rosi Gantner/Michael Weiser