Rosenheim – Die Corona-Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim entspannt sich weiter. Im Laufe der vergangenen Woche kamen gerade mal sechs vonseiten des Gesundheitsamtes registrierte Neuinfektionen hinzu – verteilt auf die gesamte Region.
Summa summarum steigt damit die Zahl der Positiv-Fälle auf 2798. Ein deutliches Plus ist zudem bei den an Covid-19 Genesenen zu vermelden: Sie stiegen um 116 auf insgesamt 2203 Fälle.
Amerang, Raubling
und Stephanskirchen
Die Städte und Gemeinden, in denen vergangene Woche neue Fälle von Covid-19 auftraten, lassen sich inzwischen an einer Hand abzählen: Betroffen waren mit je einer erkrankten Person die Gemeinden Amerang, Raubling und Stephanskirchen sowie die Stadt Wasserburg. Keine Neuinfektionen waren indes aus den einstigen lokalen Hotspots Nußdorf, Aschau und Bad Feilnbach zu vermelden.
Rosenheim mit
zwei Neuinfektionen
Zwei Neuinfizierte kamen in der Stadt Rosenheim hinzu. Damit ist auch die Null bei der Sieben-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) in Rosenheim wieder Geschichte, wie sie seitens der Stadt noch am 9. Juni gefeiert worden war. Aktuell liegt der Wert im ehemaligen Corona-Hotspot Rosenheim bei 3,16 (Stand 19. Juni, 0 Uhr) – wobei auch dieser Wert noch weit entfernt ist von der kritischen Obergrenze von 35. Erst ab dieser Marke würden erneute Einschränkungen drohen.
Entwicklung der
Sieben-Tage-Inzidenz
Im Landkreis Rosenheim ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiter verschwindend gering: Aktueller Stand zum 19. Juni ist bei 1,53; zuletzt lag der Wert bei 1,2 (Stand 12. Juni).
Die insgesamt 2798 Fälle von Covid-19 verteilen sich in der Region wie folgt: 2284 auf den Landkreis, 514 auf die Stadt.
Unschöne Nachrichten gibt es indes in Sachen Todesfälle: Im Verlauf der vergangenen Woche kamen erneut zwei Corona-Tote hinzu, womit die Gesamtzahl in der Region auf 217 angestiegen ist – davon sieben Personen unter 60 Jahren; 146 über 80 Jahre. In stationärer Behandlung in einer der Kliniken in Stadt und Landkreis befinden sich aktuell noch 13 Covid-19-Patienten (-8), davon zwei auf der Intensivstation (+1).
Nicht müde wird der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, Dr. Wolfgang Hierl, auf die Abstands- und Hygieneregeln hinzuweisen: „Ich appelliere eindringlich an alle Bürger, sich auch weiterhin verantwortungsvoll an die AHA-Regeln, das sind das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Metern, die Hygienemaßnahmen mit Husten- und Niesregeln sowie Händewaschen und die Verwendung von Alltagsmasken, einzuhalten zum Schutz unserer Gesundheit.“
Dr. Hierl empfiehlt
Corona-Warn-App
Der Behördenleiter spricht zudem eine klare Empfehlung hinsichtlich der diese Woche neu auf den Markt gekommenen Corona-Warn-App aus: „Ich lege Ihnen ans Herz, die Corona-Warn-App auf Ihr Handy herunterzuladen und sie zu verwenden. Die App ist ein wichtiger Baustein einer Gesamtstrategie zur Bekämpfung der Pandemie.“
Denn, davon ist Dr. Wolfgang Hierl, der für Stadt und Landkreis zuständig ist, überzeugt: Die Corona-Pandemie sei trotz aktuell sinkender Fallzahlen noch lange nicht überstanden. „Solange kein Impfstoff verfügbar ist, kann eine neue Infektionswelle nicht ausgeschlossen werden“, warnt er.