Rosenheim – Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof will im Zuge der Rettung des Unternehmens 62 der 172 Filialen schließen. Der Standort Rosenheim sei nicht unter den Kandidaten für eine Schließung, hieß es am Freitag. Dem ersten Aufatmen folgt nun der Schock: Denn laut Medienberichten soll die Rosenheimer Filiale des Tochterunternehmens Karstadt Sports in der Münchener Straße dicht machen. Eine offizielle Bestätigung vonseiten des Unternehmens gibt es noch nicht. Doch laut Oberbürgermeister Andreas März seien die Mitarbeiter bereits über den Schritt informiert.
Die Deutsche Presse-Agentur berichtet, dass insgesamt 20 der 30 Niederlassungen von Karstadt Sports schließen müssen. Die Verhandlungen hätten bis zum frühen Samstagmorgen gedauert, hieß es. Unter anderem seien Standorte in München sowie die Hauptverwaltung in Essen betroffen. Insgesamt gehe es um 700 Arbeitsplätze. Auf der Streichliste steht laut „Spiegel“ auch die Filiale in Rosenheim. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf Insider-Informationen. Die Geschäftsleitungen der betroffenen Filialen seien am Samstagnachmittag informiert worden.
Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und Zweiter Bürgermeister Daniel Artmann bedauern auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen die Schließung des Karstadt Sports in der Rosenheimer Innenstadt. „Eine offizielle Bestätigung aus der Konzernzentrale in Essen liegt uns als Stadt bisher noch nicht vor, jedoch sollen die Rosenheimer Mitarbeiter bereits informiert worden sein. Ich persönlich bedauere diese Entwicklung sehr. Das besondere Augenmerk muss jetzt den Beschäftigten gelten, um schnell eine sozial verträgliche Perspektive zu finden“, so Oberbürgermeister März.
„Leider spüren wir nun auch in Rosenheim die Auswirkungen des Bebens im angeschlagenen Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof. Wir sind froh, dass das Stammhaus Karstadt, welches seit über 60 Jahren Anziehungspunkt für den Rosenheimer Einzelhandel ist, nach derzeitigem Stand erhalten bleibt“, ergänzt Zweiter Bürgermeister Artmann.tt/ki/ha