Niemand kann im Moment genau sagen, welche finanziellen Auswirkungen die Corona-Krise für die Kommunen in der Region mit sich bringt. Die fiskalpolitischen Folgen verantwortungsbewusst zu meistern und zugleich Zukunftsperspektiven zu entwickeln, das wird nicht nur für Landrat Otto Lederer und den Kreistag eine große Herausforderung. Lederer hat bei der Vorstellung seiner konzeptionellen Schwerpunkte für seine erste Amtsperiode die richtigen Akzente gesetzt und Worte gewählt, die vertrauensbildend sind.
Der Würgegriff des Virus hinterlässt nicht nur im Etat des Landkreises Spuren, er macht auch den Städten und Gemeinden erheblich zu schaffen. Deshalb ist es richtig, dass der Landrat auch deren Sorgen im Auge behält, wenn es um den Kreishaushalt geht. Die Kunst des Machbaren ist gefragt. Das heißt im Klartext, Lasten und Zusatzbelastungen zwischen dem Landkreis und den Kommunen im Konsens so aufzuteilen, dass am Ende für alle Beteiligten etwas Luft zum Atmen bleibt und keiner der Partner über(be)lastet wird.
Rüstzeug für einen guten Kapitän
Lederer hat einen ersten Beweis geliefert, dass er das Rüstzeug mitbringt, ein guter Kapitän zu sein. Ihm kommt jetzt zugute, dass der Landkreis unter der Ägide seines Vorgängers Wolfgang Berthaler konsequent einen vernünftigen Einklang zwischen Investitionen in die Zukunft, Schuldentilgung und Rücklagenbildung gefunden hat.