Rosenheim/München – Handelt es sich bei dem 20-jährigen Münchner, der am Mittwoch wegen eines Tankstellenraubs in Forstenried in seiner Wohnung in München festgenommen worden war (wir berichteten), um den Mann, der am 7. Juni eine Tankstelle in Rosenheim überfallen hatte? „Nach ersten Überprüfungen sind Zusammenhänge zwischen den Taten eher unwahrscheinlich“, sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag gestern auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitung.
Kontakt zu
den Kollegen
Die Kriminalpolizei habe bereits Kontakt zu den Kollegen aus München gehabt und sich den dortigen Fall genauer angesehen. Bislang gäbe es laut Sonntag aber keine Hinweise darauf, dass der Überfall auf eine Tankstelle in München am 15. Juni vom gleichen Täter begangen worden sein könnte, wie der Überfall auf eine Shell-Tankstelle im Rosenheimer Ortsteil Westerndorf St. Peter am 7. Juni.
Damals hatte wie berichtet ein Unbekannter, der wie beim Verbrechen in München zwischen 20 und 30 Jahre alt und zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß sein soll, einen Verkäufer mit einer Schusswaffe bedroht und war anschließend mit einer dreistelligen Bargeldsumme zu Fuß geflüchtet.
Ob wiederum dieser Fall mit einem versuchten Raubüberfall auf ein Rosenheimer Schuhgeschäft Ende Mai zusammenhängt (wir berichteten)? Auch zu dieser Frage hält sich die Polizei bedeckt. „Dazu können wir aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen“, kommentierte Sonntag beispielsweise die Frage, ob an dem oder den Tatorten DNA-Spuren vom Täter gefunden worden sind. Sonntag: „Wir ermitteln letztlich in alle Richtungen.“ mw