Rosenheim – Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Donnerstag mehrere Männer ins Gefängnis gebracht. Gegen den Marokkaner, den Serben und den Rumänen lag jeweils ein Untersuchungshaftbefehl vor.
Bundespolizisten hatten den Marokkaner im Fernreisezug von Verona nach München auf Höhe Brannenburg kontrolliert.
Wie sich herausstellte, wurde der junge Mann, der weder über gültige Einreisepapiere noch über eine Fahrkarte verfügte, von der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau wegen Leistungserschleichung und von der Staatsanwaltschaft Leipzig wegen illegalen Aufenthalts gesucht. In Rosenheim musste der Marokkaner den Zug verlassen und wurde in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall eingeliefert.
Ebenfalls nach Bad Reichenhall in die Haftanstalt brachte die Rosenheimer Bundespolizei einen serbischen Staatsangehörigen. Der 63-Jährige war mit dem Auto unterwegs und wurde in der Grenzkontrollstelle auf der A93 nahe Kiefersfelden gestoppt. Zwar konnte er sich ordnungsgemäß ausweisen, jedoch schlug der Polizeicomputer bei der Überprüfung der Personalien Alarm: Das Landgericht Bochum hatte gegen den Serben die Untersuchungshaft angeordnet, nachdem er an Diebstählen und Wohnungseinbrüchen beteiligt gewesen sein soll.
Gegen einen Rumänen ordnete das Amtsgericht Rosenheim Untersuchungshaft an. Der 62-Jährige, der offensichtlich betrunken war, fuhr im Nachtzug von München nach Rosenheim.
Die Zugbegleiterin bat zwei Beamte der Landespolizei, die sich im Zug befanden, um Unterstützung, da sich die Fahrscheinkontrolle schwierig gestaltete. Unvermittelt ging der alkoholisierte Rumäne auf die beiden Polizisten los und schlug einem der beiden Beamten mit der Faust ins Gesicht.