Subtiler Tritt gegen unsere Bauern

von Redaktion

Wenn Kühe fliegen können

„Jetzt können Kühe fliegen, nämlich vom Speiseplan“ oder „Bei diesen Nuggets haben Hühner gut lachen“. Slogans, mit denen die Marke „The Vegetarian Butcher“ derzeit für ihre Produkte wirbt. Sätze, die betroffen machen – nicht, weil sie für fleischlose Kost werben. Es ist die subtile Art der Botschaft, die parallel zu ihrer Werbewirkung einem Tritt gegen die Landwirtschaft gleichkommt.

Eine Verletzung mehr in Zeiten, in denen die Bauern vielfach Zielscheibe von Vorwürfen werden – beispielsweise wenn es um die Methan-Belastung durch Mist, Gülleausbringung als Gefahr für das Grundwasser oder das Tierwohl geht.

Statt immer wieder mit dem Finger auf die Landwirtschaft zu zeigen, haben sich gerade unsere heimischen Familienbetriebe verdient, ihnen als Fürsprecher beizustehen. Vielfach über Generationen hinweg betriebene bäuerliche Landwirtschaft auf den Höfen setzt sich wohltuend vom Gebaren der Agrarindustrie ab. Es sind verantwortungsbewusst handelnde Bauern, die einen erheblichen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft leisten. Sie ist ein Kleinod mit hoher Wohnqualität und eine touristische Attraktion, die als wichtige Grundlage unseres Wohlstandes dient. Und darüber hinaus ein Stückchen Erde, in dem die Landwirtschaft einen großen Anteil an der Produktion hochwertiger Nahrungsmittel hat.

Dafür müssen Kühe nicht werbewirksam vom Speiseplan fliegen, dafür gebührt unseren Bauern Respekt und ein öffentliches Dankeschön für ihren Beitrag.

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