Dreiste Lüge

von Redaktion

37-Jähriger fährt Jugendliche um

Rosenheim – Jede Menge Nachbohren seitens der Polizei war notwendig, um ein Unfallgeschehen in der Nacht auf Samstag in Rosenheim zu lösen. Zunächst hatten zwei Jugendliche aus Rosenheim, 15 und 17 Jahre alt, die Polizei gegen 23.30 Uhr darüber informiert, dass sie gerade von einem Rollerfahrer angefahren worden seien, der nach dem Unfall das Weite gesucht habe.

Die Jugendlichen gaben gegenüber der Polizei an, dass sie an der Innaustraße von hinten vom Rollerfahrer angefahren worden seien. Dieser habe ihnen anschließend Schläge angedroht, weshalb sie letztlich die Flucht ergriffen.

45 Minuten später ging dann bei der Polizei der Notruf eines Rollerfahrers (37) aus Rosenheim ein, der die Beamten darüber informierte, dass er gerade von einem Ford angefahren worden sei, der sich anschließend aus dem Staub gemacht habe. Eine Geschichte, die den Beamten merkwürdig vorkam, nachdem es weder Unfallspuren gab noch der Roller des Mannes am angeblichen Unfallort war.

Bei weiteren Ermittlungen kamen die Beamten dann auf des Rätsels Lösung: Bei dem Rollerfahrer handelte es sich um den Mann, der vorher die beiden Jugendlichen umgefahren hatte, dabei sich aber selbst leicht verletzt hatte. Nachdem ihn Bekannte auf seine Verletzung angesprochen hatten, erfand er einfach die Geschichte des Ford-Fahrers, der ihn angefahren haben soll.

Einer der Jugendlichen, der 15-Jährige, hatte sich dabei so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Den 37-Jährigen, der zudem alkoholisiert war, erwarten nun mehrere Anzeigen.

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