Corona-Fall in Rosenheimer Kindergarten

von Redaktion

Kind positiv getestet – Jetzt müssen zwei Gruppen für 14 Tage in Quarantäne

Rosenheim – Ein Kind, das den Integrationskindergarten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Rosenheimer Stadtteil Happing besucht, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat das Rosenheimer Landratsamt am Mittwoch in einer Stellungnahme bestätigt. Für viele Kinder und Erzieher ist deshalb am 30. Juni eine zweiwöchige häusliche Quarantäne angeordnet worden.

Das an Covid-19 erkrankte Kind wurde dem Staatlichen Gesundheitsamt laut Pressemitteilung am Montag, 29. Juni, gemeldet. Das Gesundheitsamt habe sofort die Ermittlungen nach der Infektionsquelle aufgenommen und die erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen angeordnet, heißt es weiter. Eine Testung mittels Abstrich der betroffenen Kindergartengruppe und der Erzieher fand am Mittwoch am Rosenheimer Gesundheitsamt statt.

Neben der Gruppe des erkrankten Kindes muss auch eine Nachbargruppe im AWO-Kindergarten als Vorsichtsmaßnahme bis auf Weiteres in Quarantäne. Betroffen sind wie immer in solchen Fällen auch die Familienmitglieder. Die Eltern und Geschwister der Buben und Mädchen in den beiden Gruppen müssen sich ebenfalls für 14 Tage aus dem öffentlichen Leben zurückziehen und daheim bleiben – ebenso wie weitere enge Kontaktpersonen, die das Gesundheitsamt ermittelt hat. „Durch die getroffenen Eindämmungsmaßnahmen wird versucht, ein Ausbruchsgeschehen zu verhindern“, sagt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes.

In der AWO-Einrichtung mit Kindergarten und Krippe in Happing werden in vier Gruppen Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt betreut. Für die Kleinsten gibt es eine Krippengruppe mit zwölf Plätzen, die Älteren verteilen sich auf drei Kindergartengruppen.

Buben und Mädchen mit Behinderungen und Entwicklungseinschränkungen wird dabei eine besondere Betreuung in Form eines Integrationsplatzes angeboten. ls

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