Zu manchen Sachen muss man sich einfach überwinden. Die einen denken da an die Bügelwäsche, die anderen an die aufgeschobene Steuererklärung. Ob beim Aufstehen am Morgen, oder wenn das Wetter draußen für Sport eigentlich gar nicht so gut geeignet ist, der See zum Schwimmen zu kalt – immer müssen wir aus unserer persönlichen Komfortzone heraus.
Dankbar dürfen alle sein, die zu einer Zeit aufgewachsen sind, in der es noch keine „Helikoptereltern“ gab und in der man sich Disziplin für ungemütliche Herausforderungen zwangsläufig antrainieren musste.
Kraft zur Überwindung brauchen wir aber auch auf unserem inneren Weg. Wenn ich zur Einsicht gelangt bin, dass ich meinen Lebensstil oder ungute Gewohnheiten ändern muss, macht der erste Schritt bei der Umsetzung meist keinen Spaß. Noch schwieriger ist es, einen eigenen Fehler anderen gegenüber einzugestehen. Manchmal muss man seinem Herzen regelrecht einen Stoß geben, um wieder auf jemand zugehen zu können, den man schon ins Abseits gestellt hat.
In der Medizin gibt es den Herzschrittmacher, um ein menschliches Herz wieder neu in Gang zu bringen. So etwas brauchen wir mitunter auch für unsere seelischen Verletzungen, die wir mit Überwindung und aus eigener Kraft nicht mehr heilen können.
„Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein neues, lebendiges Herz“, sagt Gott zum Propheten Ezechiel in der Bibel. Das ist sogar mehr als ein Herzschrittmacher, der uns wieder richtig taktet. Es ist die Zusage, dass mit Gottes Hilfe ein neuer Anfang immer möglich ist.