Traunstein/Mühldorf – Möglicherweise aus Eifersucht versetzte ein alkoholisierter 47-jähriger Mühldorfer seinem 57-jährigen Nachbarn mindestens 38 Stiche mit einem Klappmesser mit 8,8 Zentimeter langer Klinge. Dabei wurde der Hals faustgroß eröffnet, eine Kopfschlagader durchtrennt. Der 47-Jährige sitzt seit gestern wegen Totschlags vor dem Schwurgericht Traunstein mit Vorsitzendem Richter Erich Fuchs. Der Prozess wird am 24. und 28. Juli sowie am 4. August fortgeführt. Die Bluttat ereignete sich am Abend des 19. November 2019 in der Wohnung des 57-Jährigen. Der 47-jährige Hilfsarbeiter lebte dort ab März 2019 mit einer 36-jährigen Frau zusammen. Gemäß Anklageschrift von Staatsanwalt Markus Andrä betrat der 47-Jährige an jenem Abend das Nachbaranwesen durch die offene Haustür. Das Hilti-Klappmesser, das er für den Job benötigte, trug er in der Jacke. Er griff den 57-Jährigen in der Küche an. Der ebenfalls stark alkoholisierte Mann versuchte, die Attacke abzuwehren. Bei dem Kampf um das Messer trug der Angeklagte eine Verletzung am Oberschenkel davon. Das Kampfgeschehen ging dann im Flur und Schlafzimmer weiter. kd