Chiemsee flutet Ufer

von Redaktion

Hochwasser-Bilanz: Spitzenwerte bereits erreicht

Prien – Der Starkregen in der Region hat auch am Chiemsee seine Auswirkungen gezeigt. Dort trat das Wasser mancherorts über die Ufer, so auch in Prien oder Übersee. Wie bei der Jahrhundertflut 2013 brachten die Zuflüsse, etwa die Prien und die Tiroler Ache, den Wasserpegel des Chiemsees zum Anstieg.

Der Höchstwert lag laut Hochwassernachrichtendienst gestern bei 163 Zentimetern. Seit Montag ist der Pegel somit über einen halben Meter gestiegen. „Das ist die typische Situation am Chiemsee, das Hochwasser trifft uns immer verspätet“, meint Michael Fessler, Chef der Chiemsee-Schifffahrt. Dennoch: „Das Wasser war die letzten Tage nicht ungewöhnlich, die Lage ist nicht annähernd mit 2013 zu vergleichen.“ Durch die Überflutung lassen sich voraussichtlich bis Freitag die Stege in Bernau und Übersee nicht weiter anfahren. Die Schifffahrt passt nun die Stege an den höheren Wasserstand an.

Auch die Ufer in Prien waren vom Hochwasser betroffen. Dort halfen die Einsatzkräfte beim Ableiten des Wassers. Der stellvertretende Bauhofleiter Florian Stoib aus Prien gibt Entwarnung: „Die Zuflüsse sind bereits rückläufig.“ Das Wasser der Zuflüsse sei zum Teil auch auf die A8 zwischen Frasdorf und Achemühle gelaufen. Die Autobahn habe am Montag kurzzeitig in beide Richtungen gesperrt werden müssen, so der Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, Josef Seebacher. In Grabenstätt sicherten die Einsatzkräfte mit 70 Kubikmeter Sand die Fahrbahn. „Die Aufräumarbeiten laufen, die Spitze ist erreicht“, sagte Seebacher.Anna Hausmann

Artikel 5 von 11