Rosenheim – Die starken Regenfälle und die Wassermassen haben am Dienstag zu einem Verkehrschaos in der Region Rosenheim geführt. Die B15 war von den Überschwemmungen besonders betroffen. Sogar ein Auto ging in den Fluten beinahe ganz unter.
Am Dienstagmorgen versuchte laut Polizeiinspektion Rosenheim ein 27-jähriger Rosenheimer, eine überflutete Unterführung in Hochstätt bei Schechen zu durchfahren. Der Fahrer des Autos ist ein Mitarbeiter des Rosenheimer Bürobedarfshändlers Bensegger. „Plötzlich ist mir der Motor abgestorben und dann war auch schon Wasser im Fußraum“, berichtete er gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Als er ausstieg, stand das Wasser seinen Angaben zufolge zehn Zentimeter hoch.
Innerhalb von zehn Minuten sei das Fahrzeug dann aber beinahe komplett überschwemmt worden, die Unterführung lief voll. Die Ware im Wagen: ruiniert. Die Polizei schätzte, dass der Totalschaden am Auto 10000 Euro beträgt. Die Feuerwehr zog das Auto aus der Senke heraus.
Die Unterführungssenke bei Hochstätt ist mittlerweile von der Feuerwehr und der Straßenmeisterei ausgepumpt sowie gereinigt worden. Seit gestern um 16.30 Uhr ist die Strecke wieder befahrbar, wie Ursula Lampe, Pressesprecherin des Staatlichen Bauamtes, mitteilte. Laut Kreisbrandrat Richard Schrank ist die Unterführungssenke 300 Meter lang und 15 Meter breit. Das Wasser stand bei Zeiten rund drei Meter hoch. Das bedeutete für die Feuerwehr, dass sie insgesamt 13500 Kubikmeter Wasser abpumpen musste. „Eine ganz schöne Größenordnung“, sagte Schrank. Gründe, warum die Senke derart überschwemmt werden konnte, waren Lampe zufolge die außergewöhnlich hohe Wassermenge sowie defekte Pumpen. Da die Rott über das Ufer getreten war, sei die Unterführungssenke wie eine Badewanne von oben vollgelaufen. Zusätzlich habe es einen technischen Defekt bei den Pumpen in der Senke gegeben, die überschüssiges Wasser abpumpen. „So etwas ist vorher noch nie passiert“, sagte Lampe. „Das war ein Ausnahmeereignis.“
Die Lage habe sich gestern zunehmend entspannt, da die Rott abgeschwollen sei. Das Bauamt ist Lampe zufolge dabei, den technischen Fehler der Pumpen zu analysieren. Alexandra Schöne