„Höchst sensible Landschaft“

von Redaktion

A8: Grüne fordern zwei Stand- statt sechs Fahrspuren

Rosenheim – Der Grünen-Kreisverband Rosenheim setzt sich weiterhin für eine Erweiterung der A8 um lediglich zwei Standspuren ein und lehnt die Pläne zu einem aus ihrer Sicht „unverhältnismäßigen Ausbau“ ab. Das machten die Grünen jetzt anlässlich der Auslegung der ersten Tektur zum Planfeststellungsverfahren eines sechsstreifigen Ausbaus zwischen Achenmühle und Bernauer Berg deutlich.

Landes- und Bundesregierung planen derzeit, die bisher zweispurige Fahrbahn auf eine Breite von 36 Meter mehr als zu verdoppeln. Für die Grünen in den betroffenen Ortsverbänden stellt dies einen unverhältnismäßigen Eingriff in die „höchst sensible Landschaft am südlichen Ufer des Chiemsees mit seiner einzigartigen Fauna und Flora“ dar. Es drohe die unwiederbringliche Zerstörung einer wertvollen Natur- und Kulturlandschaft, so eine Sprecherin des Kreisverbandes in einer schriftlichen Stellungnahme.

Belastung
der Anwohner

Mit einem steigenden Verkehrsaufkommen in diesem Abschnitt würden nach Einschätzung der Partei die ohnehin bereits lärm- und abgasgeplagten Anliegergemeinden im Voralpenland weit über Gebühr belastet.

Die Grünen fordern stattdessen, den Streckenabschnitt lediglich um zwei Standspuren zu erweitern, die dem laufenden Verkehr nicht dauerhaft zur Verfügung stehen, sondern nur bei Unfällen für Sicherheit sorgen sollen. Im gesamten Abschnitt müsse zudem schnellstmöglich eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern eingeführt werden, um Unfällen vorzubeugen und die Anliegergemeinden vor Lärm zu schützen. Alle Bauten entlang der Autobahn müssen nach Ansicht der Grünen optimal eingepasst werden.

Landkreisbürger können sich noch bis 3. September schriftlich bei der Regierung von Oberbayern zu den Ausbauplanungen für die A8 äußern.

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