Bad Aibling – Beim Wandern in der Natur werden wir oft auf eine Pflanze stoßen, die während der Blütezeit im Juli mit ihren kleinen gelben Blütenständen einen süßen, honigartigen Duft verbreitet, dem echten Labkraut. Der bei Wärme besonders ausströmende Inhaltsstoff Kumarin, erinnert an Heuwiesen.
Das echte Labkraut wächst in großen Kolonien auf sonnigen Wiesen und Weiden. Die quirlig angeordneten Blätter sind fein und grazil. Labkraut ist für viele Insekten eine wichtige Futterpflanze, es steht uns fast ganzjährig zur Verfügung.
Verwendung: Weiche Triebe mit Stielen, Blüten und Blätter.
Verwechslung: Mit anderen Labkräutern, die aber ähnlich zu verwenden sind.
Pflücken und kochen:
Für Gemüse und Salat werden immer die oberen, weichen Triebe, Blüten und Blätter verwendet. Labkraut kann Suppen und Gemüsegerichten beigegeben werden.
Das grüne Gelee aus den Blüten ist eine abwechslungsreiche Gaumenfreude für den Frühstückstisch oder zur Käseplatte. Tee wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend, er wird sowohl zur Nervenstärkung als auch bei depressiver Verstimmung getrunken.
Mit dem Labkraut endet die OVB-Serie „Das Kräuterrezept“.
Alle Kräuterrezepte der Serie finden Sie im Internet unter www.ovb-online.de.