Fahrsilo, Holzlager und Traktor gehen in Flammen auf

von Redaktion

Über 140 Einsatzkräfte am „Sonnenhof“ in Bad Aibling vor Ort – Mensch und Tier unverletzt

Bad Aibling – Die Rauchsäule, die über Bad Aibling aufstieg, war kilometerweit zu sehen. Zu einem Großeinsatz rückten gestern um 16 Uhr mehr als 140 Kameraden aller Bad Aiblinger Ortsfeuerwehren, der Wehren aus Kolbermoor und Heufeld sowie Einsatzkräfte von THW Bad Aibling und Rosenheim, BRK und Polizei aus. In der Rennbahnstraße in Bad Aibling war auf dem landwirtschaftlichen Anwesen „Sonnenhof“ ein Brand ausgebrochen. Fahrsilo, Holzlager und ein Traktor standen in Flammen.

Der Bad Aiblinger Einsatzleiter Christian Staudhammer erhöhte auf Alarmstufe B5 „Ausgedehnter Gebäudebrand“, denn schmale Straßen, intensives Feuer mit starker Rauchentwicklung und enge Bebauung waren für die Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung. „Durch eine Riegelstellung – also das Einkesseln des Brandherdes – hatten wir das Feuer nach etwa 20 Minuten unter Kontrolle und konnten ein Ausbreiten der Flammen auf die Nachbargebäude verhindern“, erläutert Staudhammer. Die Löscharbeiten mussten unter Atemschutzmaske erfolgen, da Holz, Metall und Plaste mit giftigen Dämpfen verbrannten. Alle 30 Minuten wechselten sich die Atemschutzträger ab. Auch gegen 18 Uhr waren die Löscharbeiten noch nicht abgeschlossen. „Wir müssen weiter Brandwache halten, denn in Holzstößen und Fahrsilo könnten Glutnester wieder neu entflammen“, so Staudhammer. Wie der Einsatzleiter versicherte, waren die benachbarten Tankstellen zu keiner Zeit gefährdet. Verletzte gab es beim Großbrand in der Rennbahnstraße glücklicherweise nicht. Der Landwirt und seine Familie hielten sich bei Ausbruch des Brandes in ihrem Wohnhaus auf. Für die Kameraden der Feuerwehren war es ein kräftezehrender Einsatz – vor allem wegen des dauerhaften Atemschutzes. Die Brandursache stand gestern noch nicht fest. Die Polizei kann die Ermittlungen erst aufnehmen, wenn der Brand gelöscht ist. Der Schaden konnte noch nicht beziffert werden.

Durch die Löscharbeiten kam es zu starken Einschränkungen im Feierabendverkehr. Die Münchner Straße war ab 16 Uhr ab der Kreuzung an der Münchner Straße/Ebersberger Straße komplett gesperrt. Kathrin Gerlach

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