Grundschüler von Maske erlöst

von Redaktion

Weiter Entspannung in Rosenheim trotz hoher Zahlen bei Rückkehrern

Rosenheim – Der positive Trend der vergangenen Tage setzt sich zum Wochenende hin fort. Mit einer Inzidenzzahl von 31,6 liegt Rosenheim unter dem Frühwarnwert von 35. Die Entspannung in der Corona-Lage dürfte für Grundschüler eine Erleichterung mit sich bringen. „Aufgrund der günstigen Entwicklung der Infektionsaktivität in der Stadt Rosenheim entfällt dann die Maskenpflicht im Unterricht für die Grundschulen“, heißt es vonseiten des Gesundheitsamtes. „Dann“ bedeutet: Von nächster Woche an, wenn die vorgesetzten Behörden der Erleichterung zustimmen.

Kontakte weiter
nur eingeschränkt

Dann gilt die nächste Stufe im Corona-Konzept des Kultusministeriums. Damit bleibt für die Schüler ab den fünften Klassen in Rosenheim die Maskenpflicht auch im Unterricht bestehen, wenn nicht für einen Mindestabstand von 1,5 Metern garantiert werden kann.

Vergangene Woche hatten Corona-Fälle an Schulen für Aufregung gesorgt. So waren am Finsterwalder-Gymnasium in Rosenheim zwei Zehntklassler positiv getestet worden, weitere Corona-Fälle gab es an einer Kindertagesstätte und der Grundschule in Hochstätt (siehe Infokasten).

Allerdings sieht das Gesundheitsamt noch keine Anzeichen für eine allgemeine Entwarnung. Die Zahl der Reiserückkehrer, die positiv auf Corona getestet werden, sei noch immer hoch, sagt Landratsamtssprecherin Ina Krug. Vom 1. bis zum 17. September wurden nach den Unterlagen der Behörden für die Stadt Rosenheim 156 neue Erkrankungsfälle registriert. Davon waren 118 Reiserückkehrer, was einem Anteil von 76 Prozent entspricht.

Deswegen gelten in der Stadt und im Landkreis Rosenheim weiter strenge Regeln für Reisende aus Risikogebieten. Wer aus einem solchen Gebiet kommt, muss zwei negative Tests vorzeigen, um seine Quarantäne von 14 Tagen Dauer abkürzen zu können. Der zweite Test muss zwischen fünftem und siebtem Tag nach der Einreise abgenommen werden.

Die Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim schränkt außerdem Kontakte im öffentlichen Raum ein und begrenzt die Anzahl von Teilnehmern an nicht öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen. Für den Landkreis, der sich mit einer Inzidenzzahl von 12,3 im bayerischen Mittelfeld bewegt, gelten Einschränkungen als „dringende Empfehlungen“.

Am Donnerstag wurden dem Gesundheitsamt 13 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Damit verzeichnete das Amt in der vergangenen Woche 54 neue Fälle für Stadt und Landkreis.

Neben Rosenheim mit 22 neuen Fällen wurden in 18 Gemeinden neue Erkrankungen gemeldet, mit Bruckmühl an der Spitze (plus vier, nunmehr 88). Je drei neue Infektionen sind es in Breitbrunn (11), Schechen (38) und Stephanskirchen (67), je zwei wurden in Bad Feilnbach, Edling, Eiselfing, Kolbermoor und Rohrdorf registriert. Zwei der Fälle in Schechen sind den Infektionen in Hochstätt zuzurechnen (Grundschule und Kindergarten, wir berichteten). Einzelfälle traten in Feldkirchen-Westerham, Kiefersfelden, Raubling, Riedering, Rimsting, Vogtareuth und Wasserburg auf.

In der Vorwoche waren es in Stadt und Landkreis noch 87 Fälle gewesen. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Fälle in Stadt und Landkreis auf 3222 (Landkreis: 2525, Stadt: 698). 2886 Menschen gelten als genesen. 222 Corona-Tote zählt das Gesundheitsamt (Landkreis: 199, Stadt: 23). Diese Zahl blieb seit Anfang Juli gleich.

Lediglich zwei Patienten werden stationär behandelt.

Erste Ergebnisse

Inzwischen liegen die ersten Testergebnisse der Reihentestungen in Zusammenhang mit den Corona-Fällen am Finsterwalder-Gymnasium Rosenheim sowie an der Grundschule und in einem Kindergarten in Hochstätt vor. Laut Gesundheitsamt wurde am Finsterwalder-Gymnasium ein weiterer Mitschüler positiv getestet (jetzt gesamt drei Fälle). In Hochstätt waren bis Freitag (Zwischenstand) alle Tests negativ.rg

Artikel 1 von 11