Kurzer Draht zum Gesundheitsamt

von Redaktion

Nach Corona-Ärger an Rosenheimer Gymnasium: Schnellerer Austausch gewährleistet

Rosenheim – Ist es im Austausch von Corona-Informationen zwischen Staatlichem Gesundheitsamt Rosenheim und Schulen zu Pannen gekommen? Das Gesundheitsamt widerspricht Vorwürfen von Eltern – und räumt gleichwohl Verbesserungsmöglichkeiten ein. Man habe dafür gesorgt, dass Betroffene „schneller informiert werden“, sagt Ina Krug, Sprecherin des Landratsamtes.

Eltern hatten sich darüber beschwert, dass sich im Falle des Finsterwalder-Gymnasiums in Rosenheim bedenkliche Informationslücken aufgetan hätten. Dort waren vor eineinhalb Wochen, genauer am Freitag, die positiven Corona-Testergebnisse von zwei Schülern bekannt geworden. Der Schulleiterin rechneten Eltern hoch an, dass sie die Familien schnell informiert habe. In der Kritik stand dagegen das Gesundheitsamt: Erst am Montag, drei Tage später, seien Eltern schriftlich informiert worden, dass sich die Schüler der betroffenen Klassen „rückwirkend“ in Quarantäne zu begeben hätten. Ist das Gesundheitsamt, Koordinator so vieler Maßnahmen in Zeiten der Corona-Pandemie, etwa übers Wochenende unbesetzt? Wie eine ganz normale Behörde? Nein, sagt Ina Krug, man sei auf dem Posten. Es gebe einen amtsärztliche Dienstbereitschaft am Wochenende, die Nummer sei bei der Integrierten Leitstelle und der Polizei hinterlegt, darüber hinaus sei der Amtsarzt in dringenden Fällen erreichbar.

Haben das viele Schulleiter womöglich gar nicht gewusst? Das wäre ein Schwachpunkt in der vom Freistaat angelegten Kommunikationskette. Es sei der vorgesehene Weg, dass Schulleitungen die Eltern über coronabedingte Maßnahmen auf dem Laufenden hielten, heißt es vonseiten des Kultusministeriums.

Das Gesundheitsamt jedenfalls hat nachgebessert. „Aus dem aktuellen Fall des Schülers am Finsterwalder- Gymnasium haben wir nun gelernt, dass Betroffene offenbar schneller informiert werden sollten“, sagt Krug.

Um auch übers Wochenende Kontakt zu gewährleisten, ist den Schulleitungen in der Stadt und im gesamten Landkreis per E-Mail sozusagen ein direkter Draht eingerichtet worden. Am Gesundheitsamt sind auch fürs Wochenende Mitarbeiter eingeteilt, die das Postfach im Auge behalten. So könne gewährleistet werden, dass „positive Fälle bei Schülern und Lehrern gemeldet und Maßnahmen direkt besprochen werden können“, heißt es aus dem Landratsamt.Michael Weiser

Artikel 1 von 11