Stephanskirchen/Riedering – Erneut sind zwei Schulen im Landkreis von Corona-Infektionen betroffen. Wie das Staatliche Gesundheitsamt den OVB-Heimatzeitungen bestätigte, ist ein positiver Fall an der Grundschule in Schloßberg (Stephanskirchen) aufgetreten. Betroffen ist eine Schulklasse. Es wurden 30 Personen in häusliche Quarantäne geschickt.
Die Abstriche der Kontaktpersonen ersten Grades sind bereits am Montag erfolgt. Ein Großteil der Ergebnisse liegt laut Sprecherin Ina Krug vor – bislang allesamt negativ. Zwei Ergebnisse stünden noch aus.
Auch an der Grundschule Riedering hat es einen positiven Corona-Fall gegeben. Hier sind zwei Schulklassen betroffen. Insgesamt 30 Personen befinden sich laut Gesundheitsamt in häuslicher Quarantäne. Auch hier wurden die Abstriche der Kontaktpersonen der Kategorie I bereits am Montag am Gesundheitsamt genommen. Die ersten Ergebnisse liegen auch hier bereits vor: alle negativ. Zwei Test-Ergebnisse stünden noch aus, so Sprecherin Ina Krug auf Anfrage. Mit vergleichsweise hohen Fallzahlen schreckte zuletzt Bad Feilnbach auf – wo es nach den turbulenten Wochen im Frühjahr als „Corona-Hotspot“ nun lange Zeit ruhig war. „Sehr erschrocken“ zeigt sich darüber auch Bürgermeister Anton Wallner. Binnen zwei Wochen waren 13 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden; Mitte September zwei Personen, in der Folgewoche elf weitere. „Eigentlich hatten wir gehofft, dass die zwei, drei Fälle, die wir zuletzt nach einer langen ruhigen Phase hatten, wieder auf null zurückgehen. Nun überragen wir aber sogar die Stadt Rosenheim.“ Rosenheim hatte vergangene Woche zehn Neuinfektionen vermeldet.
Erleichtert ist Wallner zumindest, dass sich die Feilnbacher Fälle nicht über das gesamte Gemeindegebiet erstrecken und es sich auch nicht um Urlaubsrückkehrer handelt, sondern wohl um Mitglieder von ein bis zwei Familien, die sich bei einer gemeinsamen Feier angesteckt hätten.
Akuten Handlungsbedarf für das Geschehen in der Gemeinde sieht Wallner im Moment nicht. Er verweist aber noch einmal eindringlich auf die Einhaltung der Abstands- und Hygiene-Regeln und hofft, dass die Zahlen bis spätestens in zwei Wochen wieder auf null zurückgehen – „und wir uns das kleine Stück Normalität, das wir uns erarbeitet haben, zurückbekommen.“
In der Stadt Rosenheim steigen die Zahlen nach einer Phase der Entspannung wieder an: Die Sieben-Tage-Inzidenz (Fälle der letzten sieben Tage pro 100000 Einwohner) liegt bei 30,0 (Stand 29. September); Ende vergangener Woche: 14,2 (25. September). Rosi Gantner/Eva Lagler