Zieh den Kreis nicht zu klein…

von Redaktion

Zwischen Himmel und Erde

Eigentlich bin ich kein Leser der Zeitung, deren Namen aus vier großen Buchstaben besteht. Zu reißerisch die Schlagzeilen und für mich zu wenig sachliche Information.

Als ich jedoch auf ein Buch des Stellvertretenden Chefredakteurs dieser Zeitung stoße, werde ich neugierig. Der Titel „Ein bisschen Glauben gibt es nicht – Wie Gott mein Leben umkrempelt“ lässt mich doch aufhorchen.

Nach ungezählten durchfeierten und durchzechten Nächten, immer unter Strom und auf der Suche nach der neuesten skandalträchtigen Story, erkennt der Journalist Daniel Böcking, dass ihn das Leben so nicht wirklich glücklich macht. Er gelangt zu einer überraschenden Erkenntnis: „Auch ich habe mich viele Jahre erfolgreich gegen den Glauben gewehrt. Doch als ich anfing, mich intensiver damit zu beschäftigen, lernte ich: Ich konnte Gott nicht tot recherchieren.“

Die Entscheidung, bewusst als Christ zu leben, hat sein Leben verändert. Staunend höre ich mir auf Youtube einige seiner Beiträge an, die sich doch sehr abheben von dem, was andere Journalisten auf dieser Plattform von sich geben. Auch zukünftig werde ich die Zeitung, deren Namen aus vier großen Buchstaben besteht, nicht lesen.

Trotzdem ist mir eines wieder einmal klar geworden. Es gibt viel mehr Menschen, die Gottes Spuren in ihrem Leben festgestellt haben, als man zwangsläufig meint – und oft genug sind diese auch außerhalb der Kirchenmauern zu finden. Vielleicht sollten wir im Urteil über den Glauben und die Überzeugungen anderer etwas vorsichtiger sein. Ziehen wir den Kreis nicht zu klein.

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